Das Jagdlexikon

1541 Begriffe aus der Jagd
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Gehölzgruppen

Gehölzgruppen, Feldgehölze, Wildremise, Feldholzinseln, Feldhecke

Ein Feldgehölz ist ein kleinflächiger Bestand an Bäumen und Sträuchern in der Feldflur. Es wird wie folgt unterteilt:

  1. Randzone: Flach, buschig (Gräser, Kräuter)
  2. Mantelzone: Höher, dicht (Sträucher)
  3. Kernzone: Waldähnlich (Bäume)
Biotophege
Feldgehölze

Weitere Begriffe:

Großer Münsterländer

Großer Münsterländer, GM

Mittelgroßer, langhaariger Vorstehhund.

Jagdhunderassen
Großer Münsterländer (GM)

Geringes Schwein

Geringes Schwein, Geringer Keiler, Geringe Bache

2- bis 3-jähriges Schwarzwild wird jagdlich auch als geringes Schwein bezeichnet.

Schwarzwild
Geringes Schwein

Geltier

Ein Geltier ist ein nicht mehr geschlechtsreifes Alttier bei Rotwild oder Damwild.

Geäftert

Hinter dem Fährtenbruch (entgegen der Fluchtrichtung) wird der Bruch mit einem kleinen Querbruch geäftert. So kann die Fluchtrichtung und das Geschlecht eindeutig nachvollzogen werden. Bei unklarer Fluchtrichtung wird der Bruch mit zwei Querbrüchen doppelt geäftert.

Jagdliches Brauchtum
geäftert

Gesichtsfeld

Gesichtsfeld, Sehfeld
Die Breite des sichtbaren Raumes beim Blick durch ein optisches System auf eine definierte Entfernung. Je größer die Vergrößerung desto kleiner sind Sehfeld und Übersicht. Die Angabe erfolgt bei Zielfernrohren auf 100m Entfernung und bei Ferngläsern und Spektren auf 1000m Entfernung.
Einführung zur Optik
Sehfeld

Gamsbart

Langes Rückenhaar in der Winterdecke des Gamsbockes, das eine beliebte Trophäe ist.

Gamswild
Gamsbart

Geradezugsystem

Geradezugsystem, Geradezugverschluss, Geradezugschloss

System aus längsbeweglichem Verschluss mit integriertem Schloss. Ermöglicht schnelles Repetieren. Häufig in Kombination mit einem Handspannsystem.

Schloss
Geradezugsysteme

Grandeln

Grandeln, Haken

Grandeln sind rudimentäre Eckzähne im Oberkiefer von Rotwild und Sikawild. Sehr selten kommen sie auch beim Rehwild und Damwild vor. Sie sind eine beliebte Trophäe und werden teilweises zu Schmuck verarbeitet.

Einführung zum Schalenwild
Grandeln

Großer Wiesenknopf

Gemeiner Weißdorn

Sträucher
Weißdorn

Großes Gescheide

Unterteilung des Gescheides zu dem nur der Pansen gehört.

Einführung zum Schalenwild
Großes Gescheide

Grifftöter

Grifftöter erlegen ihre Beute mit den Fängen. Hierzu sind die Waffen lang genug, um bis zu den lebenswichtigen Organen durchzudringen und sie zu durchstoßen. Alle Habichtartigen (z.B. Bussarde, Adler und Habichte) sind Grifftöter.

Einführung zu den Greifvögeln
Grifftöter

Goldhähnchen

Goldhähnchen, Sommergoldhähnchen
Singvögel
Goldhähnchen

Geschmeiß

Kot bei Greifvögeln, Reihern, Möwen und Kormoranen. Erhält seine Bezeichnung durch die dünfflüssige Konsistenz des Kots dieser Vogelarten.

Einführung zu den Vögeln
Geschmeiß

Großes Jägerrecht

Das Jägerrecht ist ein Naturlohn für den Erleger, wenn dieser das Wild selbst aufbricht. Zum großen Jägerrecht gehört zusätzlich zum kleinen Jägerrecht der Hals bis zur dritten Rippe.

Jagdliches Brauchtum
Großes Jägerrecht

Grummet

Durch Trocknen haltbar gemachtes Heu aus dem zweiten Schnitt der Wiesen.

Geflügelpest

Geflügelpest, Vogelgrippe

Die Geflügelpest oder auch Vogelgrippe ist eine virale Infektionskrankheit von Vögeln. Aufgrund des hohen Potenzials für Tierseuchen besteht Anzeigepflicht. Eine Übertragung auf den Menschen ist bei intensivem Kontakt mit infizierten Vögeln möglich. Das Krankheitsbild zeichnet sich durch Atmungsstörungen und neurologische Auffälligen aus.

Viruskrankheiten
Geflügelpest

Gleitstoßgreifer

Greifvögel, die als Segler ihre Beute im kreisenden Suchflug auffinden. Sie haben breite, lange Segelschwingen und einen kurzen Stoß. Die Beute wird am Boden geschlagen. Hierzu gehören Adler, Bussarde, Weihen und Milane.
Einführung zu den Greifvögeln
Gleitstoßgreifer

Gezogene Läufe

Gezogene Läufe, Büchsenläufe
Lauf mit gezogenem Innenprofil aus Zügen und Feldern zum Verschießen von Einzelgeschossen. Das Geschoss bekommt durch diese Bauweise einen Drall, der die Flugbahn stabilisiert. Wird zur Bejagung von Raub-, Schalen- und Großwild eingesetzt.
Lauf
Büchsenläufe

Gesäuge

Das Gesäuge sind die Milchdrüsen (Euter) von weiblichem Wild.

Geschossknall

Entsteht beim Durchbrechen der Schallgeschwindigkeit durch das Geschoss. Aufgrund der zeitlichen Nähe ist er nicht vom Mündungsknall zu unterscheiden.
Ballistik
Geschossknall

Gamswild

Gamswild, Gämse
KategorieBeschreibung
Zuordnung
Bezeichnung
Gewicht
  • ♂ 30 – 60 kg
Aussehen
  • Sommer: rotbraun
  • Winter: dunkelbraun bis schwarz
Gehörn
Lebensraum
  • Hochgebirge bis Bergwald
Lebensweise
  • gesellig in Rudeln
Ernährung
Fortpflanzung
Gamswild

Geschlechterunterscheidung bei den Hasenartigen

Geschlechterunterscheidung bei den Hasenartigen, Geschlechtsteile der Hasenartigen
  • Rammler: schlauchartige Rute
    • Hoden sind bei jungen Rammlern von außen nicht sichtbar
  • Häsin: schlitzförmiger Spalt

Geschleif

Tiefe Rinnen, die beim Ein- und Ausfahren des Dachses aus dem Bau entstehen.

Dachs
Geschleif

Gans

Weibliche Gans

Gänse
Gans

GEE

GEE, Günstigste Einschussentfernung, Günstigste Einschieß-Entfernung

Die günstigste Einschussentfernung (GEE) ist der Punkt, an dem die Flugbahn des Geschosses zum zweiten Mal die Visierlinie schneidet, wenn auf 100 m ein Hochschuss von 4 cm besteht.

Beispiel: Wenn die GEE einer Patrone bei 180 m liegt, wird sie auf dem Schießstand auf eine Scheibe in 100 m Entfernung mit einem Hochschuss von 4 cm eingeschossen. Jagdlich ist das Abweichen des Treffpunkts um 4 cm bei einem Kammerschuss nicht relevant. So kann Wild auf kurze und weitere Distanzen bejagt werden.

Schusstafel
Günstigste Einschussentfernung (GEE)

Gewölle

Gewölle, Scheimsel

Gewölle sind ausgewürgte unverdauliche Reste (z.B. Knochen, Haare, Federn, Schuppen) der Atzung von Greifvögeln und anderen Vögeln (z.B. Störche, Kormorane, Möwen). Ursächlich ist die relativ milde Magensäure, die viele Teile nicht zersetzen kann. Umfang und Zusammensetzung des Gewölles dienen als Pirschzeichen und lassen Rückschlüsse auf die Vogelart zu.

Einführung zu den Vögeln
Gewölle

Gratgams

Gams mit Einstand über der Baumgrenze

Gefährdungsbereich

Gefährdungsbereich, Gefahrenbereich

Der Gefahrenbereich entspricht der höchsten Reichweite von Geschossen aus Schusswaffen. Die höchste Reichweite wird bei einem Schusswinkel von etwa 30 Grad erreicht. Bei Schroten muss neben der Reichweite auch die Streuung bedacht werden, die den Gefährdungsbereich erhöht. Die Breite der Schrotgarbe entspricht etwa 1/6 der Schussentfernung.

MunitionHöchstschussweite
JagdbüchsenpatronenBis zu 5.000 m

Pistolen- und Revolverpatronen

Bis zu 2.000 m
Schonzeitpatronen1.500 m
Flintenlaufgeschosse1.500 m
4 mm Schrotpatronen400 m
3 mm Schrotpatronen300 m
2 mm Schrotpatronen200 m

Ballistik
Gefährdungsbereich