Das Jagdlexikon

1541 Begriffe aus der Jagd
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Nachsuchebruch

Der Nachsuchebruch ist ein Streckenbruch, mit dem nach erfolgreicher Nachsuche dem Hund gedankt wird. Es ist ein Teil des Schützenbruchs, der dem Nachsuchenführer überreicht oder direkt an der Halsung des Hundes angebracht wird.

Jagdliches Brauchtum
Nachsuchebruch

Weitere Begriffe:

Naturverjüngung

Als Naturverjüngung wird die natürliche Ausbreitung und Fortpflanzung von Baumbeständen bezeichnet.

  1. Schwere Samen (z.B. Buche und Eiche) schlagen auf dem Boden auf.
  2. Flugfähige Samen (z.B. Birke und Weiden) werden durch den Wind fortgetragen.
  3. Vektoren: Eichhörnchen und Eichelhäher vergessen ihre Wintervorräte
Einführung zum Waldbau
Naturverjüngung

Naturnahe Wälder

Naturnahe Wälder sind häufig von einer großen Artenvielfalt geprägt. Sie zeichnen sich aus durch eine hohe Baumartenvielfalt mit vertretbaren Mengen an Totholz und großzügige Freiflächen mit artenreichen Waldrändern.
Einführung zum Naturschutz
Naturnahe Wälder

Niederwild

Niederwild sind die Wildarten, welche früher nur vom „niedrigen“ Adel bejagt wurden. Das Hochwild hingegen wurde nur durch den Hochadel gejagt.

Zum Niederwild gehört alles Wild, dass nicht zum Hochwild gehört. Neben Feldhase, Fasan und Fuchs gehört auch das Rehwild zum Niederwild. Als Hochwild wird alles Schalenwild (außer Rehwild), sowie Auerwild, Steinadler und Seeadler bezeichnet.

Einführung zum Haarwild
Niederwild

Nachprellen

Nachprellen ist das hinterher hetzen des Jagdhundes bei aufstehendem Wild. Es gehört zum unerwünschten Verhalten von Vorstehhunden.

Im Rahmen der Jagdhundeausbildung kann eine Feldleine als Hilfsmittel dienen, um ein Nachprellen abzugewöhnen. Eine Bestrafung des Hundes bei der Rückkehr ist nicht sinnvoll, da der Hund die Bestrafung nicht mit der schon beendeten Hetze in Zusammenhang bringt.

Einsatzgebiete von Jagdhunden
Nachprellen

Natura 2000

Natura 2000, Natura-2000-Netzwerk

Die Natura 2000 ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union, welches nach Maßgaben der FFH-Richtlinie errichtet wird. Das Ziel ist ein länderübergreifender Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume. Es integriert FFH-Gebiete und Gebiete der Vogelschutzrichtlinie.

Einführung zum Naturschutz
Natura 2000

Neozoen

Tiere, die sich - mit oder ohne menschliche Einflussnahme - in einem neuen Gebiet etabliert haben. Ein typisches Beispiel ist der Waschbär. Seine Urheimat ist Nordamerika. Um 1930 wurde er in Hessen am Edersee ausgesetzt und ist Pelzfarmen entlaufen. Durch seine große Anpassungsfähigkeit hat er sich etabliert und beeinträchtigt mittlerweile Singvogelbestände.

Einführung zum Naturschutz
Neozoen

Nachfolgetyp

Jungwild kann der Mutter nach der Geburt sofort über längere Strecken folgen und wird nicht abgelegt. Die Kälber sind typischerweise einheitlich braun gefärbt. Beispiele: Elchwild, Muffelwild, Gamswild, Steinwild.
Einführung zum Schalenwild
Nachfolgetyp

Natürliche Waldschäden

Natürliche Waldschäden werden durch Naturereignisse wie Wind und Frost oder durch biologische Schäden wie Pilz- und Insektenbefall verursacht. Auch Wildschäden gehören zu den biologischen Schäden.
Waldschäden
Natürliche Waldschäden

Nageln

In der Spur des Dachses zeichnen sich vor allem die Krallen der Vorderbrante deutlich ab. Das wird als Nageln bezeichnet.

Dachs
Nageln

"nicht zugriffsbereit" nach Waffengesetz

"nicht zugriffsbereit" nach Waffengesetz, nicht zugriffsbereit

Nach Waffengesetz gilt eine Waffe als nicht zugriffsbereit, wenn sie in einem verschlossenen Behältnis mitgeführt wird. Eine zugriffsbereite Waffe lässt sich unmittelbar in den Anschlag bringen.

Einführung zum Waffengesetz
Nicht-zugriffsbereite

Nagezähne

Erster Schneidezahn (I1) im Gebiss von Nagetieren und Hasenartigen. Durch die offene Wurzel wird ein lebenslanges Wachstum ermöglicht. Die Schärfe entwickelt sich durch die regelmäßige Abnutzung der Zähne. Bei den Hasenartigen bildet der zweite Schneidezahn (I2) im Oberkiefer die Stiftzähne.

Feldhase
Nagezähne

Nutzungsmanagement

In Baden-Württemberg werden Wildtiere in Nutzungsmanagement, Entwicklungsmanagement und Schutzmanagement unterteilt.

Zum Nutzungsmanagement gehören Arten mit stabilen Beständen, deren Verwertung üblich ist. Sie sollen jagdlich nachhaltig genutzt werden können.

Jagdrecht: Übersicht der Bundesländer
Nutzungsmanagement