Offene Visierungen sind die einfachste Form von Zieleinrichtungen an Schusswaffen und bestehen klassisch aus Kimme und Korn. Bei Flinten wird statt der Kimme die Fluchtvisierung über die Laufschiene und das Korn verwendet. Das Hauptproblem offener Visierungen ist, dass drei unterschiedlich weit entfernte Punkte (Kimme, Korn, Ziel) gleichzeitig anvisiert werden müssen; das Auge kann jedoch nur auf eine Ebene scharfstellen. Deshalb hat das Zielfernrohr die offene Visierung als Standard weitgehend abgelöst.
- Visiereinrichtungen sind Hilfsmittel für das Zielen mit Schusswaffen.
- Visierung: Vollständige Einrichtung zum Zielen
- Offene Visierung
- Geschlossene Visierung
- Optische Visierung
- Die offene Visierung besteht aus Kimme und Korn.
- Die Kimme ist eine Vorrichtung am hinteren Laufanteil (dem Auge nah), der Zusammen mit dem Korn dem Zielen dient.
- Bei Repetierern und Büchsflinten ist die Kimme fest verbaut.
- Bei Drillingen ist die Kimme beweglich und umlegbar.
- Das Korn ist eine Erhebung im Bereich der Laufmündung (dem Auge fern), die dem Zielen dient.
Geschlossene Visierungen werden vorwiegend im Schießsport verwendet und sind jagdlich nicht relevant.
- Synonym: Lochvisier
- Wie bei der Kimme wird durch das Zielloch (Sehloch) das Korn zentriert.
- Vorteil: Weniger Zielfehler durch Verlängerung der Visierlinie
- Nachteil: Benötigt gute Lichtverhältnisse
- Verwendung: Sportgewehre