Zielfernrohre

Zielfernrohr, Zieloptik
header image

sind , die auf die montiert werden und das Zielen vereinfachen, indem sie und Ziel in eine gemeinsame Schärfeebene bringen. Sie lösen damit das Hauptproblem offener Visierungen und sind heute jagdlicher Standard. Wichtigste Auswahlkriterien sind und , etwa 8 × 56, die zusammen die bestimmen. Variable mit verstellbarer und beleuchtete sind üblich. Die Treffpunktverlagerung wird beim justiert.

Video Thumbnail

Das Problem von offenen Visierungen ist, dass drei unterschiedlich weit entfernte Punkte , Ziel) übereinander gebracht werden müssen.

    • Das kann jedoch nicht auf alle drei Punkte gleichzeitig scharf stellen.
  • als lösen dieses Problem, indem die Visierung (das und das Ziel auf eine Ebene gebracht werden.
  • Vorteile von
    • Vereinfachen das Zielen
    • Vergrößern das Ziel
    • Verbessern das Sehen in der Dämmerung
    • Helfen beim Schätzen von Entfernungen

Merke sind , die das Zielen vereinfachen.

Video Thumbnail

  • Um den Aufbau vom zu erklären, wird der Weg des Lichts .
  • Im wird das Objekt „auf den Kopf“ gedreht und verkleinert.
    • Es entsteht die Objektivbildebene bzw. 1. Bildebene.
  • Durch das wird das Objekt wieder „richtig herum“ gedreht.
    • Es entsteht die Okularbildebene bzw. 2. Bildebene.
  • Prismensystem: Eine Reihe von Prismen, die das ursprünglich umgekehrte Bild vom korrigieren, sodass es im richtig herum erscheint.
  • Beim Durchtritt durch das wird das Bild für das angepasst (z.B. Scharfstellung und Größenanpassung).

​​​​

Video Thumbnail
  • müssen nach Montage eingeschossen werden.
  • Höhenverstellung → Korrektur von Hoch- und Tiefschuss
  • Seitenverstellung → Korrektur von Links- und Rechtsschuss
  • Klickrastung: 1 Klick entspricht einer Veränderung des Treffpunkts von 1 cm auf 100 m.
  • Handhabung:
    • Korrektur des Absehens in Richtung der Schussabweichung
    • Hochschuss → Korrektur des Absehens/Zielstachels nach oben
    • Tiefschuss → Korrektur des Absehens/Zielstachels nach unten

Video Thumbnail
  • ist die scheinbare Verschiebung des Absehens bei einem gegenüber dem Zielbild, wenn der Betrachter seine Position verändert.
  • Ursachen
    • Abweichung des von der Fernrohrachse
    • Auge-Zielfernrohr-Abstand zu groß oder zu klein (ideal sind ca. 8 cm hinter dem

Gegenmaßnahmen

  • sind für eine Zielentfernung von 100 m parallaxefrei eingestellt.
  • Ist das zentriert (Fernrohrachse) kann es nicht zur kommen.
  • mit manuellem Parallaxenausgleich

Video Thumbnail

  • Gutes Licht → Dünne
  • Licht → Balken

  • Diverse Varianten
  • Besserer Kontrast bei schwachem Licht
  • Schnellere Orientierung bei wechselnden Lichtverhältnissen

  • Darstellung eines (meist roten) Punktes auf einem halbdurchlässigem
  • Keine → Gute Übersicht
  • Schießen mit beiden offen

  • Abstand der Horizontalbalken ≙ Länge eines Rehbocks (ca. 70 cm) auf 100 m Entfernung

AchtungBei mit variabler gelten diese Schätzungen nur, wenn das in der liegt.

  • Halber Abstand der Horizontalbalken ≙ Länge eines Rehbocks (ca. 70 cm) auf 100 m Entfernung

AchtungBei mit variabler gelten diese Schätzungen nur, wenn das in der liegt.

  • Abmessung der Schussentfernung
  • Meist erst relevant ab Distanzen > 200 m

  • Eine gute Montage kann schnell abgenommen und werden.
  • Hierbei kommt es zu keiner Veränderung der Treffpunktlage.
  • Beispiele
    • Suhler-Einhakmontage
    • Sattelmontage
    • Kippmontage
    • Aufschubmontage

Es gibt 3 grundlegende Technologien, die in jagdlichen Nachtsichtgeräten zum Einsatz kommen:

Technik

Beschreibung

Bild

1. Restlichtverstärkung

  • Vorhandenes Restlicht (Mond, wird über Bildverstärkerröhre elektronisch verstärkt.
  • Erzeugt kein eigenes Licht – bei absoluter Dunkelheit kein Bild

2. Digitale Nachtsichttechnik

  • Sensor erfasst Restlicht und verstärkt es digital

3. Wärmebildtechnik (Thermalsensorik)

  • Erfasst Infrarotstrahlung (Wärme) von Objekten
  • Funktioniert völlig unabhängig von Restlicht – auch bei absoluter Dunkelheit

Merkhilfe„Wärme findet, Nachtsicht

Die rechtliche Einordnung hängt vom Gerätetyp ab – nicht von der Technologie. Das WaffG ist technologieneutral: Restlichtverstärker und Wärmebildtechnik werden gleich behandelt.

  • Beobachtungsgerät: Handgehalten, kein , keine Waffenmontage – für Wildbeobachtung, Kitzrettung, weder waffen- noch jagdrechtlich beschränkt
  • Nachtzielgerät: Eigenes (Fadenkreuz) + Montagevorrichtung – ersetzt das ZF vollständig; waffenrechtlich verboten.
  • Nachtsichtvorsatzgerät: Montage vor dem (zwischen und Ziel), kein eigenes muss eingeschossen werden
  • Nachtsichtaufsatzgerät: Montage hinter dem (am , kein eigenes kein nötig
  • Wärmebildvorsatz/-aufsatz: Wie Nachtsichtvorsatz/-aufsatz, aber mit Wärmebild-Sensor.

MerkeNachtsichtgeräte sind erlaubt.
MerkeEigenes = verboten. Kein eigenes = für erlaubt.

Rechtlicher Hintergrund

TippIn der Prüfung ist das eigene das entscheidende Kriterium zur Abgrenzung zwischen verbotenem und erlaubtem Vorsatzgerät.

Obwohl das Bundesjagdgesetz den Einsatz von Nachtsichttechnik grundsätzlich verbietet, haben fast alle Bundesländer eigene Ausnahmen erlassen. Die genauen Regelungen, für welche Wildarten du Vorsatz- und Aufsatzgeräte bei der nutzen darfst, unterscheiden sich jedoch von Bundesland zu Bundesland:

Regelung

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

Brandenburg

Bremen

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

Erlaubt

Erlaubt

Erlaubt

Erlaubt

Verboten

Verboten

Erlaubt

Erlaubt

Erlaubt

Erlaubt

Erlaubt

Erlaubt

Erlaubt

Erlaubt

Erlaubt

Erlaubt

Erlaubt

Erlaubt

()

Verboten

Erlaubt

,

Verboten

Verboten

Verboten

Erlaubt

(Alles

Erlaubt

Verboten

Verboten

Erlaubt

()

Verboten

Verboten

Erlaubt

Erlaubt

(Invasive Arten)

Sonstige

Erlaubt

Erlaubt

()

Verboten

Erlaubt

auf alles

Verboten

Verboten

Verboten

Erlaubt

()

Erlaubt

, ,

Verboten

Verboten

Verboten

Verboten

Verboten

Erlaubt

()

Verboten

Zielfernrohre

Weiter: Ballistik


Nächster Artikel