Graugans cover

Gänse

Letzte Aktualisierung: 22.09.2021

Zusammenfassung

Alle Wildgänse unterliegen dem Jagdrecht. Sie sind Schwimmvögel und zur Jungenaufzucht an das Wasser gebunden. Es wird zwischen den grauen Feldgänsen (z. B. Graugans) und bunteren Meergänsen (z. B. Kanadagans) unterschieden. Typisch sind die Keilformationen im Flug dieser Zugvögel. Insbesondere Grau- und Kanadagans können im Rahmen dieser Wanderschaft durch zahlreiches Auftreten auch beträchtliche Wildschäden verursachen. Die Nilgans nimmt als Halbgans eine Sonderstellung ein.


Allgemeines und Gemeinsamkeiten

Allgemeine Merkmale

Begriffserklärung

  • Ganter: Männliche Gans
  • Gans: Weibliche Gans

Aussehen

Federkleid

Schnabel
  • Kurz und kräftig
  • Seitliche Hornzähne zum Weiden
  • Nagel: Horn an der Schnabelspitze von Gänsen

Ernährung

Graugans Wildschaden

Graugans und Kanadagans können durch ihr zahlreiches Auftreten im Rahmen der Wanderschaft erhebliche Wildschäden verursachen.

Lebensraum und Lebensweise

Lebensraum

Graugänse beim Weiden im Binnenland

Verhalten

  • Ausdauernde Flieger
    • Fliegen in typischer Keilformation
  • Ruhen nachts auf dem Wasser
Gänse fliegen in V-Formation

Fortpflanzung

  • Monogam in lebenslanger Ehe
    • Ganter bewachen die Brut und ziehen die Junggänse mit auf.
  • Bodenbrüter
  • Gelegegröße: 4 – 8 Eier
  • Brutdauer: 4 Wochen
  • Nestflüchter
  • Fortpflanzungsfähigkeit im dritten Lebensjahr


Feldgänse

Graugans

Allgemeines

  • Größte europäische Gänseart
  • Stammform der Hausgans

Federkleid

  • Grau mit weißer Bänderung
  • Erkennungsmerkmale
    • Rosa/oranger/fleischfarbener Schnabel
    • Rosa Ständer
Graugans

Lebensraum und Lebensweise

Vorkommen

  • Große Gewässer mit Wiesen und Feldern
  • Verschilfte Teiche
Graugans

Verhalten

  • Strich-, Zug- und Standvogel
  • Überwintern teilweise durch Beifütterung

Nahrung

  • Nahrungssuche an Land
  • Ausschließlich Pflanzenfresser

Saatgans

  • Oranger Schnabel mit schwarzen Flecken
  • Orange Ständer
Saatgans

Blässgans

  • Schnabelansatz mit weißer Blässe (namensgebend)
  • Orange Ständer
Blässgans

Kurzschnabelgans

  • Kleiner
  • Blaugrau
  • Rosa Schnabel und Ständer
  • Schwarzer Schnabelansatz
Kurzschnabelgans

Zwerggans

  • Kleiner als Blässgans
  • Federkleid wie Blässgans (weiße Blässe über Schnabel)
  • Schwarze Querstreifung am Bauch
Zwerggans

Meergänse

Kanadagans

  • Größer als Graugans
  • Sehr langer Hals
  • Federkleid
    • Graubraun
    • Schwarzer Hals und Kopf
    • Weißer Kehlfleck
    • Dunkler Schnabel und Ständer

Kanadagans

Nonnengans (Weißwangengans)

  • Weiße Gesichtsmaske
  • Schwarzer Hals
  • Gebänderter Flügel

Nonnengans

Ringelgans

  • Schwarzer Kopf und Hals
  • Weißer Halsring

Ringelgans


Halbgänse

Nilgans

Allgemeines

  • Halbgans
    • Kleiner als die „echten“ Gänse
  • Unterliegt je nach Bundesland dem Jagdrecht

Vorkommen

  • Urheimat: Afrika
  • Deutsche Nilgänse Flüchtlinge aus Parks und Zoos

Verhalten

  • In der Brutzeit sehr aggressiv

Nilgänse

Rostgans

  • Kleiner als die „echten“ Gänse
  • Rostrotes Gefieder
  • Hellerer Kopf
  • Ganter mit schwarzem Halsring im Prachtkleid

Rostgans


Übersicht: Feldgänse und Meergänse

Feldgänse („Graue Gänse“)Meergänse („Bunte Gänse“)
Federkleid
  • Braun/grau
  • Schwarz-weiß
Schnabel und Ständer
  • Orange/Fleischfarben
  • Dunkel
Lebensraum
  • Binnenland
  • Küstennähe
  • Salzwiesen
Ernährung
  • Algen
  • Seegräser
Beispiele

Graugans

Blässgans

Nonnengans

Kanadagans


Ansprechen

Feldgänse

GänseartBesonderheitenBild
Graugans

Graugans stehend

Blässgans
  • Weiße Blässe
  • Schwarze Querstreifen am Bauch

Blässgans

Saatgans

Saatgans

Kurzschnabelgans
  • Kurzer Schnabel

Kurzschnabelgans

Zwerggans
  • Weiße Blässe
  • Schwarze Querstreifen am Bauch

Zwerggans

Meergänse

GansartBesonderheitenBild
Kanadagans

Weißer Kehlfleck

Kanadagans

NonnengansWeißes Gesicht

Nonnengans

RingelgansWeißer Halsring

Ringelgans