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Grünland

Letzte Aktualisierung: 02.05.2022

Zusammenfassung

Grünland ist eine landwirtschaftlich genutzte Fläche zur Produktion von Futtermitteln auf der häufig kein Ackerbau möglich ist. Diese kann als Weide zur Nutzung durch Abweiden oder als Wiese zur Produktion von Heu und Silage verwendet werden. Als Anbaupflanzen werden Gräser und Kräuter verwendet. Bei den Gräsern lassen sich bezüglich des Wasserhaushalts anspruchsvolle Süßgräser und Nässe tolerierende Sauergräser unterscheiden. Viele Kräuter haben über ihren Nährstoffgehalt und ihre Heileigenschaften einen hohen Wert für Wildtierbestände.

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Grundlagen

Allgemeines

  • Grünland ist eine landwirtschaftliche Fläche auf denen dauerhaft Gräser und Kräuter zur Produktion von Futtermittel wachsen.
  • Wiese: Grünland, das zur Futtergewinnung abgemäht wird (Heu, Silage, Grünfutter).
  • Weide: Grünland, das abgeweidet wird (Weidetierhaltung).
  • Heide: Landschaftstyp, der von Sträuchern und Kräutern geprägt ist.
  • Ackerbau häufig nicht möglich (Hanglage, Bodenbeschaffung, Überschwemmungen ...)
  • Anbaupflanzen
  • Alm: Sonderform der Weide in den bergigen Alpen
    • Beweidung verhindert die Verbuschung der Almflächen
    • Bessere Lebensraumbedingungen für Rotwild und Birkwild

Grünland bietet häufig gute Äsung für Wild und einen naturnahen Lebensraum für zahlreiche Lebewesen.

Almwirtschaft

Magerrasen

  • Magerrasen ist eine Unterform des Grünlandes an besonders nährstoffarmen, „mageren“ Standorten
  • Pflanzenarten vor allem Gräser und Krautpflanzen
  • Beliebt bei gefährdeten Tierarten und Pflanzenarten
  • Wertvolles Biotop

Trockenrasen

Grünlandpflege

  • Walzen nach dem Winterfrost zur besseren Wasserführung des Bodens und zur Anregung der Bestockung von Gräsern
  • Abschleppen zum Ausgleich von Bodenunebenheiten wie Maulwurfshügeln um Verschmutzungen der Silage zu vermeiden
  • Häckseln zum Zerkleinern der Silage
  • Mähen zur Eindämmung unerwünschter Pflanzenarten

Bewirtschaftung

  • Zur Gewinnung von eiweißreichem Heu sollte der erste Schnitt vor der Blüte der Obergräser erfolgen.
  • Für die Gewinnung von Heu ist ein später Schnitt von Nachteil.
    • Geringere Futterqualität
    • Weniger Schnitte pro Jahr

Problem

  • Häufige Grasschnitte führen zu einer Pflanzenverarmung (insbesondere Blütenpflanzen)
  • Lösung: Seltene und späte Schnitte→ Pflanzenvielfalt

Streuobstwiesen

  • Traditionelle Form des Obstbaus mit hochstämmigen Obstbäumen
  • Die lockere Anordnung der Bäume ermöglicht gleichzeitig die Nutzung als Grünland (Heu oder Viehweide)
  • Ökologisch sehr wertvoll
    • Lebensraum seltener Tierarten → Erhöhung der Artenvielfalt
  • Fortbestehen alter Obstsorten

Streuobstwiese

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Gräser

Allgemeines

  • Süßgräser: Benötigen geregelten Wasserhaushalt
  • Sauergräser: tolerieren Nässe

Grasarten

GrasartBesonderheitAbbildung
Wiesenrispengras
  • Weidegras
  • Heu
Wiesenrispengras
Wiesenschwingel
  • Winterhart
  • Futtergras
Wiesenschwingel
Wiesenlischgras

Wiesenlischgras

Rotschwingel
  • Futtergras
Rotschwingel
Deutsches WeidelgrasDeutsches Weidelgras
Welsches Weidelgras

Welsches Weidelgras

Knaulgras

Knaulgras

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Wildkräuter

Allgemeines

Wildkräuterarten (Auswahl)

Phacelia

  • Synonym: Büschelschön
  • Merkmale: Blaue, nektarreiche Blüten
  • Bedeutung: Gründüngung, Bienenweide
Phacelia

Brennnessel

Brennnessel

Beifußblättriges Traubenkraut

  • Synonym: Ambrosia
  • Neophyt aus Nordamerika
  • Pollen und Kontakt mit Blüten können starke Allergien auslösen

Übersicht

ArtBild
Löwenzahn

Löwenzahn

Echte Kamille

Ackerkamille

Kornblume

Kornblume

Breitwegerich

Breitwegerich

Spitzwegerich

Spitzwegerich

Rainfarn

Rainfarn

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