Der Graureiher unterliegt dem Jagdrecht (beachte Landesjagdzeiten), während alle anderen Reiherarten (z. B. Silberreiher, Purpurreiher) sowie die Dommeln (Rohrdommel, Zwergdommel) dem Naturschutzrecht unterliegen und ganzjährig geschützt sind.
- Körperbau: Lange Beine ("Schreitbeine"), langer Hals, langer Schnabel als Anpassung an die Jagd im flachen Wasser.
- Flugbild: Fliegen immer mit s-förmig gekrümmtem Hals (Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal zu Störchen).
- Ernährung: Rein tierische Kost (Fische, Amphibien, Mäuse, Wasserinsekten).
- Nesthocker: Die Jungvögel sind Nesthocker und werden im Nest versorgt.
Dommeln sind scheue, meist dämmerungs- und nachtaktive Reiher, die im dichten Schilf leben.
- Lebensraum: Ausgedehnte Schilf- und Röhrichtbestände an Verlandungszonen.
- Verhalten: Bei Gefahr nehmen sie die Pfahlstellung ein (Hals und Schnabel steil nach oben gestreckt), um im Schilf perfekt getarnt zu sein.
- Nistplatz: Bodenbrüter im Altschilf (im Gegensatz zum baumbrütenden Graureiher).
- Status: Beide Arten (Große Rohrdommel und Zwergdommel) gelten in Deutschland als gefährdet (Rote Liste Kategorie 3).