Jagdhundeausbildung

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Die beginnt bereits mit der Geburt und durchläuft in den ersten Lebenswochen die entscheidende Prägungsphase, in der die Mutter Wesensanlagen und Ausdrucksformen prägt; vor der achten Lebenswoche darf der nicht von ihr getrennt werden. Mit der Abgabe an den Hundeführer beginnt die klassische Erziehung mit Kommandos und Rufname, basierend auf Konsequenz, Lob und Vertrauen. Es folgt die jagdliche Ausbildung mit , , und je nach Rasse , oder .

  • beginnt mit der Geburt
  • Klassische Erziehung (Kommandos, Rufname) beginnt mit der Abgabe des (ca. 8. Woche)
  • Grundlagen werden in den Entwicklungsphasen ausgebildet

Erziehungsgrundsätze

  • Konsequenz
  • Lob
  • Sozialisierung durch Zuneigung und Vertrauen
PhaseZeitraumBesonderheitPraktische Ausbildung
Vegetative Phase1.-2. WocheTaub, blind, instinktgesteuertSäugen, Milchtritt
Übergangsphase3. WocheSehen, Hören, Umwelt, Kontaktaufnahme

  • Dressurangel → Förderung des Beutetriebs
Prägungsphase4.-7. Woche
  • Lernen durch Nachahmen der Mutter
  • Prägung durch Menschen
  • Wesensanlage
  • Ausdrucksformen (Knurren, Bellen)

Gewöhnung an

  • Wasser
  • Autofahrten
Sozialisierungsphase8.-12. WocheSozialisierung mit Artgenossen und dem Menschen
  • Übernahme durch Besitzer
  • Rufname
  • Halsung und Leine
  • Stubenreinheit
  • Kommandos: Platz, Komm, Pfui
  • Gewöhnung an den Schuss
  • Legen von Futterschleppen
  • der Führerfährte
Rangordnungsphase13.-20. WocheFestlegung der Rangordnung
  • Konsequente Erziehung
  • Hundeführer → Rudelchef
Rudelordnungsphase20.-28. WocheEinordnung im
  • Gefolgschaftstreue
  • Etablierung des Hundeführers als Rudelchef
Pubertätsphase28.-36 WocheWiderstand gegen das bisher Erlernte
  • Konsequenz
  • Artgerechte Disziplinierung
Abrichtungsphase10.-30. MonatJagdliche
  • Fließende Übergänge der Ausbildung
  • Das Wesen eines Hundes ist die Gesamtheit der angewölften und erworbenen Verhaltensweisen eines Hundes.
  • Prägungsphase entscheidend für die Entwicklung des Wesens

Wesensfestigkeit

  • Ausgewogenheit und Gelassenheit des Hundes bei ungewöhnlichen Ereignissen
  • Standruhe: Ruhiges Verhalten des Hundes beim Führer trotz jagdlichen Einsatzes

Wesensschwäche

  • Reizbarkeit und Überreaktion bei ungewöhnlichen Ereignissen
  • Beispiele
    • Bissigkeit, Angstbeißen
    • Gewitter-/Schussscheue

Abrichtung

Führigkeit

  • Definition: Bereitschaft des Hundes mit seinem Führer in Kontakt zu sein
  • Blickkontakt durch den Hund (z.B. beim An- und Ableinen)
  • Kontakt wird auch auf Distanz gesucht

Gehorsam

  • Definition: Bereitschaft des Hundes, sich dem Kommando des Führers zu unterwerfen
  • Muss erarbeitet werden, da Interessen von Hund und Führer sich häufig unterscheiden
  • Einsilbige Kommandos
  • Immer gleiche Kommandos
  • Genaue Befolgung beobachten
  • Kommandos einzeln (nicht als Teil eines Satzes)

Lob

  • Bei
  • Beispiele
    • Freundlicher Ton
    • Streicheln
    • Belohnung

Bestrafung

  • Unmittelbar beim Ungehorsam
  • Keinesfalls Schlagen mit Leine oder !
  • Beispiele
    • Scharfer Ton (Pfui)
    • Leinendruck

Halsbänder

  • "Einfache" Halsbänder: Bei der Bau-, , der und beim besteht durch Halsbänder eine Verletzungsgefahr, sodass diese zuvor abgenommen werden müssen.
  • Zughalsung: Halsband, das bei Zug enger wird
    • Erlaubt, wenn eine Zugstopp-Funktion enthalten ist.
  • Stachelhalsung/: Verboten
  • Elektroimpulsgerät Abgabe von Elektroimpulse auf Knopfdruck des Hundführers (verboten)

Achtung und Teletakt sind verboten.

Lederhalsung

Leinen

  • Pirschleine: Aufgrund ihrer Beschaffenheit gerschäuschlos. Hund ist nah beim Hundeführer.
  • Feldleine: Lange, leichte Leine (z.B. für Training von oder

Weitere Hilfsmittel

Apportier-Dummys

Apportier-Dummys gibt es in vielen verschiedenen Varianten und Gewichten. Die Wahl des Dummys für das Apportiertraining hängt von der und der Größe des Hundes ab.

VarianteBild
Einfacher Dummy

Fell-Dummy

Futterdummy

Wasserdummy

Entendummy

Apportierbock

  • Beginn mit der Sozalisierungsphase (8. Woche)
  • Übungen zunächst an der Leine
  • Übungen zunächst ohne Ablenkungen

Kommandos

  • „Sitz“
  • „Halt“ / „Down“ → Trillerpfiff
    • Niederlegen mit dem Kopf zwischen den Beinen
    • Dient der Unterordnung des Hundes
  • „Platz“ / „
    • Niederlegen und Ausharren des Hundes an einer befohlenen Stelle
    • Im Anschluss Abholen vom Ablegeplatz

Leinenführigkeit

  • Kommando: „/ „Bei
  • Ausführung
    • Links vom Führer
    • Kopf auf Kniehöhe
    • Hindernisse überspringen
    • beim
  • Frei (ohne Leine) bei entwickelt sich aus guter Leinenführigkeit

  • Bereits ab Sozialisierungsphase
  • Stufenweise Steigerung des Knalls
  • Schussfest: , der sich beim Schuss ruhig verhält
  • Schusshitzig: , der bei der Schussabgabe den verliert
  • Schussscheu: , der bei Schussabgabe panisch

Schussscheue

  • Wesensschwäche des Hundes, welche bei Schussabgabe zur panischen führt
  • Aufsuche vertrauter Personen oder des Autos
  • In der Regel keine Rückkehr zum Führer
  • Jagdlich ungeeignet

Schussempfindlichkeit

  • Schussabgabe führt zum Abbruch der Arbeit
  • Aufsuche des Führers
  • Fortführung der Arbeit je nach Stärke der Schussempfindlichkeit möglich

Schusshitze

  • Unerwünschtes Verhalten des , wenn er direkt nach der Schussabgabe dem hinterherjagt und den verliert
  • Schuss wird mit erlegtem verknüpft
  • Ursächlich häufig geringer
  • Jagdlich ungeeignet

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