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Einsatzgebiete von Jagdhunden

Letzte Aktualisierung: 28.04.2022

Zusammenfassung

„Jagd ohne Hund ist Schund“ ist ein bekannter Spruch in der Jägerschaft. Teilweise ist der Einsatz von brauchbaren Jagdhunden sogar gesetzlich vorgeschrieben. Die Einsatzgebiete von Jagdhunden sind je nach Rasse unterschiedlich und abhängig von ihren Eigenschaften. Teilweise sind diese Eigenschaften angeboren und werden dann als „angewölft bezeichnet. Die Arbeit des Hundes lässt sich in vor und nach dem Schuss unterteilen. Vor dem Schuss sind das Suchen und Stöbern, sowie die Bauarbeit als eigene Jagdart sinnvolle Verwendungen. Nach dem Schuss wird der Jagdhund häufig zur Nachsuche oder zum Verlorenbringen verwendet.

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Grundlagen

Angewölfte Eigenschaften

Angewölfte Eigenschaften eines Jagdhundes sind angeboren. Hierzu gehören:

Arbeit vor dem Schuss

ArbeitJagdartAblaufGeländeJagdhundeart
Suche und VorstehenSuchjagd
  1. Quersuchen mit hoher Nase
  2. Finden → Witterung aufnehmen
  3. Vorstehen → Erstarren
  4. Durchstehen → Verharren, wenn Wild aufsteht
  • Freies Feld
BuschierenSuchjagd
  • Bewachsenes, übersichtliches Gelände
StöbernStöberjagd
  • Deckung, Wald
  • Gewässer, Schilf
BrackierenStöberjagd
BauarbeitBaujagd

Arbeit nach dem Schuss

ArbeitJagdartAblaufGeländeJagdhundeart
SchweißarbeitNachsuche
VerlorenbringenNachsuche
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Vorstehen

Allgemeines

Vorstehender Deutsch Kurzhaar

Ablauf

  • Ansetzen in freiem Gelände gegen den Wind
  • Weiträumige Quersuche in flottem Tempo mit hoher Nase
    • Auch außerhalb der Schrotschussentfernung
  • Finden → Witterung aufnehmen
  • Vorstehen → Erstarren
    • Nachziehen (Festmachen des Wildes) → Erlaubt, wenn sich das Wild bewegt
    • Teilweise Heraustreten des Wildes durch den Jäger notwendig
  • Stechen: Herausstoßen eines Hasen aus der Sasse durch den Jagdhund
  • Durchstehen → Verharren, wenn Wild aufsteht

Ungewünschtes Verhalten

  • Hetze/Nachprellen von aufstehendem Wild
    • Keine Bestrafung nach Rückkehr
    • Anleinen ohne Kommentar
  • Einspringen: Hochmachen des Wildes durch den Jagdhund nach nur kurzem Vorstehen
  • Blender: Hund, der ohne vorhandenes Wild vorsteht
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Verlorenbringen

Allgemeines

  • Verlorenbringen ist das Apportieren von verloren gesuchtem Wild. Es besteht aus zwei Teilen – dem Suchen und Bringen.
    • Suchen und Bringen werden in der Hundeausbildung schrittweise erarbeitet.
  • Voraussetzungen:
  • Ungeeignet sind:
    • Anschneider: Hund, der gefundenes Wild anfrisst.
    • Totengräber: Hund, der gefundenes Wild vergräbt.
    • Knautscher: Jagdhund, der durch zu starkes Quetschen das Wild beim Apportieren entwertet.
  • Unerwünscht ist eine Hetze auf Sicht.

Einarbeitung

Bringen

Apportieren LabradorApportiert Cocker Spaniel

Suche

  • Verlorensuche: Suche des Wildes ohne Wissen zur Fallstelle als freie Suche oder entlang einer Spur
  • Schleppe: Duftspur, die mit einem geschleppten Stück Wild gelegt wird und bei der Hundeausbildung verwendet wird.
  • Schleppe legen
    • Übungswild wird an einer Schleppschnur gezogen
    • Simuliert Spur von krankem Niederwild
    • Mit dem Strich (Wuchsrichtung von Haar oder Gefieder)
    • Mit dem Wind
    • Ablegen des Schleppwilds am Ende ohne Schnur
  • Anschussmarkierung mit Haarbüschel
  • Gelände: Wald, Feld, Wiese
  • Zunächst gerade Schleppe, dann zunehmend „schwieriger“ und kurviger
  • Zunächst am langen Riemen, dann zur freien Suche schnallen
  • Qualitätsmerkmale
    • Suche mit tiefer Nase
    • Spur des Hasen (→ hohe Schwierigkeit)

Wassersuche

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Waidmannssprache

Waidmannssprache

Laiensprache

Rehrein/RehwildreinHund der sich von Rehwild abrufen lässt oder es nicht verfolgt
HasenreinHund der sich vom Hasen abrufen lässt oder ihn nicht verfolgt
BogenreinHund der beim Stöbern im Bereich des Treibens verbleibt
ÜberjagenWenn der Jagdhund den zu bejagenden Bereich verlässt
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