Das Wildkaninchen ist ein ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatetes Hasentier, das im 13. Jahrhundert auf einer Nordseeinsel ausgesetzt wurde und sich von dort rasant verbreitete. Es ist die Stammform unserer Hauskaninchen und die kleinste heimische Hasenart. Im Gegensatz zum Feldhasen gräbt das Wildkaninchen eigene Baue in lockere Böden und tritt als Kulturfolger heute auch auf Friedhöfen, in Parks und an Bahndämmen auf. Die in den 1950er Jahren eingebrachte Myxomatose hat die Bestände bis heute geschwächt.
- Länge: Bis 45 cm
- Gewicht: Bis 2,2 kg
MerkeDas Wildkaninchen ist die Stammform unserer Hauskaninchen und die kleinste heimische Hasenart.
- Graubraun
- Dunkle Unterwolle
- Hellere Unterseite
- Siehe: Körperteile des Feldhasen
MerkeWildkaninchen können Schälschäden verursachen. Der entstandene Wildschaden ist ersatzpflichtig.
- Ähnlichkeit zur Hasenlosung
- Losungshaufen (dienen der Reviermarkierung)
- Biotoptyp
- Freies Feld mit Feldgehölzen
- Lockere, grab-fähige, sandige Böden (Bau)
- Bis 300 m Höhe
- Friedhöfe, Parks, Grünanlagen, Bahndämme
- Ursprünglich: Mittelmeerraum (Nordafrika, Spanien) → Mildes Klima
- Kulturfolger
Wildkaninchen kommen heutzutage nicht mehr flächendeckend in Deutschland vor. Ihr Vorkommen ist oft auf lokale Inselvorkommen beschränkt.
AchtungDas Aussetzen von Kaninchen ist in Deutschland verboten.
- Gesellig in Kolonien
- Strenge Rangordnung nach Alter
- Dämmerungs-
/nachtaktiv - Tagsüber im Bau
- Bei Gefahr heftiges Klopfen mit den Hinterläufen
Kaninchenbau
- Zentrum des Lebens der Kolonie
- Unterteilung des Baus
- Kessel (nicht ausgepolstert)
- Hauptröhre und mehrere Nebenröhren
- Die Jungkaninchen werden in der Setzröhre gesetzt. Diese ist häufig getrennt vom Hauptbau angelegt.
- Paarweise bei ausgeglichenem Geschlechterverhältnis
- Zeitraum: Februar bis Oktober
- Imponierverhalten der Rammler
- Kreuzungen mit Hauskaninchen möglich
- Tragzeit: 28 Tage (4 Wochen)
- 5 – 9 Junge pro Satz
- Meist 3 – 5 Sätze pro Jahr (teilweise bis zu 6 Sätze)
- Nesthocker, die im Bau zur Welt kommen
- Nackt und blind
- Geschlechtsreife mit ca. 7 Monaten
- Große Populationsschwankungen
- Sehr hohe Zuwachsraten
- Starke Einbrüche des Besatzes bei Krankheit (z.B. Myxomatose)
- Alle Beutegreifer
- Vor allem Iltis und Verwandte sind gute Kaninchenjäger.
- Rabenvögel
- Sehen: Sehr gut
- Geruch: Mittelgut
- Gehör: Sehr gut
Aufgrund der scharfen Sinne sind Wildkaninchen besonders reaktionsschnell.
- Pfiff zur Verständigung