Viruskrankheiten

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sind durch kleinste, auf eine Wirtszelle angewiesene Erreger ausgelöste Infektionen und bergen ein hohes Seuchenrisiko bei und . Sie sind fast immer nicht genusstauglich, einige unterliegen der allgemeinen Meldepflicht. Die bekannteste ist die , die für Mensch und praktisch immer tödlich verläuft und in Deutschland heute nur noch bei Fledermäusen auftritt. Weitere relevante Erkrankungen sind , , und die Afrikanische .

  • Hohes Risiko für Seuchen
  • Nicht genusstauglich (fast immer)
  • Einige unterliegen der allgemeinen Meldepflicht

Allgemeines

Übertragung

  • Biss, Lecken, , Schleimhautverletzung (Speichel)

Symptome

  • Unruhe und Wesensveränderung (zutraulich oder angriffslustig)
    • Fressunlust
  • Hautabschürfungen
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Hängender Kiefer
  • Stimmveränderung

Verläufe

  • Stille Wut: Lähmungsstadium
  • Rasende Wut: Beißstadium → Lähmungsstadium

Maßnahmen

  • Abschuss kranker Stücke
  • Intensive Fuchsbejagung
  • Impfköderaktionen ()
  • Impfung von
  • Ausweisung von Sperrbezirken
  • Nachweis:
    • Spezialuntersuchung der Veterinärämter (u.a. mikroskopische Untersuchung des Gehirns)
    • Ganzer Wildkörper ist der Veterinärbehörde zuzuführen.

Impfungen

  • Mensch: Vorbeugende Impfung empfohlen bei hohem Infektionsrisiko
    • Bei Kontakt kann eine sofortige Immunisierung durchgeführt werden
  • Hund: Regelmäßige vorbeugende Impfung

Kontakt mit Hund

  • Nachweislich geimpfter Hund → Quarantäne
  • Nicht geimpfter Hund → Tötungspflicht

MerkeSchon der Verdacht auf ist unmittelbar beim Veterinäramt allgemein meldepflichtig.

MerkeFür den Menschen besteht eine hohe Ansteckungsgefahr und der Verlauf ist immer tödlich. Deshalb sollen erkrankte nicht berührt werden und unbedingt Schutzhandschuhe getragen werden.

Allgemeines

Übertragung

  • Sekret aus Nasen- und Rachenraum von
  • Aufnahme von infektiösem, rohem Fleisch (z.B. Schwein), oder Blut

Symptome

    • Asymptomatisch, allgemeine Beschwerden
    • Bei schnell tödlich
  • Hund und
    • Wesensveränderung → „
    • Speichelfluss und Schluckbeschwerden
    • Atembeschwerden
    • Führt immer zum Tod

Maßnahmen

  • Große Verschleppungsgefahr
  • Hohe wirtschaftliche Schäden bei Seuchen
  • Gefährlich für Schweine, nicht für Menschen:
  • Allgemeiner Meldepflicht
  • Nicht genusstauglich
  • Unterscheidung zwischen klassischer Europäischer (ESP oder KSP) und Afrikanischer (ASP)
    • Symptome sind gleich
    • Unterscheidung im Labor
    • Relevant ist die ASP
  • Direkter Kontakt: Über Blut, Speichel oder Sperma infizierter .
  • Indirekter Kontakt: Kontaminierte Jagdbekleidung, Messer oder Speiseabfälle (z. B. unachtsam entsorgte Schweineprodukte).
  • Hohe Virusresistenz: Das überlebt lange in der Umwelt und Fleischprodukten

Die verursacht 2 Hauptsymptome:

  1. Fieber: Daraus lassen sich die Auffälligkeiten im Verhalten ableiten.
  2. Blutungen: Diese finden wir als Zeichen am .

Fieber

Blutungen

Beschreibung

  • Müdigkeit, Schwäche, weniger aktiv
  • Erhöhte Zutraulichkeit: Geringe Scheu, tagaktiv, sucht keine auf
  • liegen eng zusammen, um sich zu wärmen
  • Abkühlung in Gewässern
  • Durst
  • Blutige, ebenholzfarbene Lymphknoten
  • Punktförmige Blutungen der Niere
  • Blutungen einzelner Organe (Milz, Lunge, Blase, Darm)
  • Blutige Durchfälle

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Klassische

Afrikanische

Sterblichkeit

  • Tödlich innerhalb von 10 Tagen

Verlauf

  • Akuter Verlauf () → Hauptüberträger
  • Chronischer Verlauf (ältere
  • Akuter Verlauf: Fieber, Durchfall
  • Subakuter Verlauf: Schwäche, Lungenentzündung
  • Chronisch: Durchfall (selten)
  • Intensive Schwarzwildjagd: Ziel ist die Reduzierung der Schwarzwildpopulation.
  • Fallwildmonitoring: Verendet aufgefundene unverzüglich .
  • Hygiene bei der :
    • Saubere Werkzeuge und Schutzhandschuhe verwenden.
    • Kleidung nach Kontakt mit bei mindestens 40°C waschen.
  • Impfung über Köderimpfstoffe ist für die ESP möglich

Maßnahmen bei Verdacht

  1. Fundstellen absichern:
  2. Meldung an das zuständige Veterinäramt: Weiteres Vorgehen (z.B. Probenentnahme) nach Anweisung des Amtes.
  3. Hygienemaßnahmen strikt einhalten:
    • Werkzeuge, Kleidung und Schuhe gründlich reinigen und desinfizieren.
    • Kontakt zu weiteren vermeiden.

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Allgemeines

  • Hohe Sterblichkeit
  • Verschleppungsgefahr
  • Nicht genusstauglich
  • : 2 – 6 Tage

Übertragung

  • Stechinsekten
  • Direkten Kontakt

Symptome

  • Verhalten
    • Antriebslosigkeit
    • Bleiben dem fern
  • Schwellung der Unterhaut (insbesondere Hodensack und
  • Verdickter Kopf (→ „Löwenkopf“) und Ohrmuscheln
  • Entzündete und verklebte Augenlider → Tränenfluss und Blindheit

Bilder

Maßnahmen

  • Intensive Bejagung

Allgemeines

Übertragung

  • Tröpfcheninfektion über alle Sekrete und Exkrete
  • Direkter Kontakt: Belecken
  • Indirekter Kontakt: Infiziertes Futter oder Wasser

Symptome

  • Fieber
  • Lunge: Atemnot, Husten, Nasenfluss
  • Magen/Darm: Durchfall, Erbrechen
  • Nerven: Zuckungen, Lähmung
  • : Rötung
  • Geschwollene/gerötete Augenlider
  • Bakterielle Sekundärinfektion

Spätzeichen

  • Staupegebiss: Zahndeformierungen und -defekte
  • Hartballenkrankheit: Verhornte Zehen

Bilder

Maßnahmen

  • Impfung für Hunde

Allgemeines

  • Hunde, insbesondere Junghunde

Übertragung

  • Direkter oder indirekter Kontakt

Symptome

  • Ähnlich zur
  • Fieber
  • Magen/Darm: Bauchschmerzen, Erbrechen, blutiger Durchfall
  • Gekrümmter

Allgemeines

  • Multifaktorielle Erkrankung: Viral, bakteriell, Abwehrschwäche

  • Hunde

Übertragung

  • Tröpfcheninfektion → Direkter und indirekter Kontakt
  • Vorsicht bei Welpenschulen und Tierheimen

Symptome

  • Fieber
  • Atemwegsinfektion → Husten

Maßnahmen

  • Impfung möglich (keine Pflicht)

Allgemeines

  • Virusinfektion von Hunden
  • Bei schneller Tod möglich

Übertragung

  • Direkter oder indirekter Kontakt

Symptome

  • Mattigkeit
  • Fieber
  • Erbrechen, Durchfall
  • Herzbeteiligung mit Todesfolge möglich

Maßnahmen

  • Impfung ab 8 Wochen notwendig

Allgemeines

Übertragung

  • Direkter Kontakt
  • Indirekt über Stechinsekten (Vektorenkrankheit) oder Gegenstände
  • Jungtiere erkranken nicht, sind jedoch auch Überträger

Symptome

  • Wesensveränderung
  • Krampfanfälle: Endstadium mit krampfhaftem Überstrecken des Kopfes
  • Punktförmige Einblutungen
  • Organschwellungen

Allgemeines

  • Virale des
  • Sehr hohe Sterblichkeit (bis zu 100 %) → Bestandsverluste
  • Ungefährlich für Menschen und andere
  • Seuchengefahr

Übertragung

  • Ausscheidung über Sekrete und Exkrete
  • Direkte fäkal-orale Übertragung
  • Indirekte Übertragung über Wasser und Futter

Symptome

  • Schwäche, Apathie, Verlust der Scheu
  • Bewegungsstörungen (z.B. Paralyse der
  • Blutungen der inneren Organe
  • Geschwollene, hellere Leber

Bilder

Allgemeines

  • Synonyme:
  • Verschleppung über weite Strecken durch infizierte
  • Erster Hinweis sind häufig gehäufte Todesfälle von Wildvögeln.
  • : Übertragung auf Menschen bei intensivem Kontakt mit infizierten Vögeln möglich

Übertragung

  • Tröpfcheninfektion über eingeatmete Luft

Symptome

  • Schwäche
  • Atmungsstörungen
  • Durchfall
  • Neurologische Störungen

Allgemeines

  • wie Mäuse (v.a. Rötelmaus) und Ratten sind die natürlichen Wirte für .
  • Zoonose: Übertragung auf den Menschen durch

  • : Mäuse (v.a. Rötelmaus) und Ratten → Vektoren / Wirte

Übertragung

  • Direkter Kontakt
  • Indirekt über Virus-belasteten Staub oder Ausscheidungen

Symptome

Eine Infektion mit dem kann beim Menschen eine Hantavirose .

  • Tödlicher Verlauf ist möglich
  • Fieber und grippeähnliche Beschwerden
  • Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen
  • Nierenversagen

Maßnahmen

  • Keine gezielte Behandlung möglich → Vorbeugung von Infektionen
  • Hygienemaßnahmen
    • waschen nach möglichem Kontakt
    • Desinfektion von verunreinigten Flächen
    • Mundschutz und Handschuhe bei der Reinigung tragen
  • Fernhalten von Ratten und Mäusen

Viruskrankheiten

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