Einführung zu den Wildkrankheiten

Einführung zu Wildkrankheiten, Wildkrankheiten
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und ihre Anzeichen zu kennen spielt eine wichtige Rolle für den . Hierbei wird am lebenden und am das auf untersucht. Zum einen gilt es so vorzubeugen und zum anderen die Hygiene des Wildbrets als hochwertiges Nahrungsmittel sicherzustellen.

Neben Körperkrankheiten wie Knochenbrüchen oder Vergiftungen sind vor allem die übertragbaren Krankheiten wichtig. Diese werden durch , , und Pilze hervorgerufen. Auch eine Übertragung dieser Krankheiten auf den Mensch oder Hund ist möglich.

Einige dieser haben ein sehr hohes Ansteckungspotential. Diese sind meldepflichtig!

Bereits der Verdacht auf das Vorliegen dieser muss beim Veterinäramt werden ().

Zum Ausbruch von können äußere (exogene) und innere (endogene) Ursachen führen. Eine wichtige Unterform der äußeren sind die .

Innere UrsachenÄußere Ursachen
  • Vererbung (z.B. Gendefekte)
  • Fehlbildungen

Die folgenden Risikofaktoren begünstigen das vermehrte Auftreten von .

  • Hohe Wilddichten
  • Ungünstige Biotope
  • Witterungsbedingungen
  • Freizeitdruck durch Menschen (insbesondere für

Lebendes Erlegtes
  • Berührung
  • Biss
  • Kratzer
  • Fäkalien

    sind , die bei Wildtieren massenhaft auftreten können. Sie haben erhebliche Auswirkungen auf die Wildpopulation, die Landwirtschaft und die öffentliche Gesundheit. Deshalb erfordern sie schnelles Handeln, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. eine entscheidende Rolle in der Früherkennung und Bekämpfung von .

    Rechtsgrundlage

    • Meldepflicht des Jägers: Der muss bei Verdacht oder Ausbruch einer unverzüglich Meldung erstatten (§ 24 BJagdG, § 4 TierGesG).
    • Meldung: Die Meldung erfolgt an das Veterinäramt ().
    • Zweistufiges Meldesystem: Seit März 2026 regelt die Tierseuchenmeldeverordnung (TierSeuchMeldV) ein zweistufiges System:
      1. : Bereits bei Verdacht muss werden. Betrifft die schwersten Tierseuchen (z.B. , , MKS, , . Diese Pflicht trifft auch direkt.
      2. Zusätzliche Meldepflicht: Erst bei nachgewiesenem Erreger durch Untersuchungseinrichtungen oder Tierärzte. Dient dem Monitoring (z.B. , , .
    • Konsequenzen bei Missachtung:
    AchtungDie TierSeuchMeldV ist erst seit März 2026 in Kraft und hat die früheren Begriffe Begriff für die und Meldepflicht Begriff für die zusätzliche Meldepflicht) ersetzt. Prüfungsfragen und ältere Lehrwerke verwenden möglicherweise noch die Terminologie.

    Bereits der Verdacht auf das dieser Tierseuchen muss unverzüglich werden. Diese Pflicht trifft auch direkt. Die entspricht der früheren .

    Merkspruch: Tatsächlich Sollte Man Gefahren Beim Amt Melden — Bevor es zu spät ist. , MKS, , , ,

    1. Unverzügliche Meldung beim Veterinäramt
    2. Sicherung von Untersuchungsmaterial
    3. Schutz von Menschen und durch Fernhalten
    4. Unverzügliche und schadlose Beseitigung von
    • Bestandsregulierung zur Vermeidung von Überpopulation
    • zur Verbesserung der Gesundheit des
    • Impfköder auslegen zum Schutz des (z.B. gegen

    sind , die zwischen Menschen und übertragen werden können.

    MerkeViele unterliegen einer Meldepflicht. Besonders wichtig: (), , , und Toxoplasmose (Zusätzliche Meldepflicht).
    • Borreliose
    • Leptospirose
    • Brucellose
    • Tularämie
    • Milzbrand
    • Ornithose
    • Salmonellose
    • Tuberkulose
    MerkhilfeBöse Bakterien Lösen bei Tier und Mensch Oft Schwere Tuberkulose und Yersiniose aus.

    Prionen
    • Bovine Spongioforme Enzephalopathie (BSE)
    • Inkubationszeit: Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Krankheitszeichen.
    • Immunität: Unempfindlichkeit gegenüber bestimmten
    • Nahrungsaufnahme
    • Direkten oder indirekten Kontakt
    • Offene (auch Schleimhäute)
    • Über Zwischenträger
    • Kontakt bei Infektionsverdacht mit Sicherheitsbekleidung
    • Kein Verzehr von infizierten
    • Abkochen ≥ 80 °C kann und abtöten
    • Abschuss des erkrankten Bestandes

    Parasiten sind ein- oder mehrzellige Lebewesen die auf einem Wirtstier durch Entzug von Blut oder Nährstoffen schmarotzen. Sie können übertragen und erhöhen die Krankheitsanfälligkeit von . Es wird zwischen und unterschieden.

    Wildbret

    MerkeNach Beseitigung des befallenen Organs, kann durch befallenes häufig verwertet werden.

    Merke mit bakteriellen Krankheiten ist in der Regel nicht genusstauglich (Ausnahmen: , .
    KrankheitTierartenKrankheitszeichenBesonderheiten
    Tuberkulose
    • Haustiere
    • Gelblich-eitrige Knoten von Organen und Lymphknoten
    • 😷 Seuchengefahr
    • ☣️ Gefahr für Menschen
    ()
    • Einblutungen
    • Organentzündungen
    • Organvergrößerung (Leber, Milz)
    • Abszessbildung
    • 😷 Seuchengefahr
    • ☣️ Gefahr für Menschen
    /
    • Einblutungen
    • Organentzündungen
    • Organvergrößerung (Leber, Milz)
    • Abszessbildung
    • ☣️ Gefahr für Menschen
    ()
    • Einblutungen
    • Organentzündungen
    • Organvergrößerung
    • 😷 Seuchengefahr
    • Haustiere
    • Selten Wildtiere
    • ☣️ Gefahr für Menschen
    • Eiterherde
    • Blutvergiftung
    • ☣️ Gefahr für Menschen
    • Durchfall
    • Magen-Darm-Entzündung
    • ☣️ Gefahr für Menschen
    Geflügelcholera
    • Hausvögel
    • Lungenentzündung
    • Durchfall
    • 😷 Seuchengefahr
    Botulismus / Fleischvergiftung
    • Vielzahl
    • Wasservögel
    • Vergiftung durch das Botulinumtoxin (Bakteriengift)
    • Lähmung
    • 😷 Seuchengefahr
    • ☣️ Gefahr für Menschen

    • Vielzahl
    • Neurologische Erkrankung
    • ☣️ Gefahr für Menschen
    • Milzvergrößerung
    • Lungenentzündung
    • ☣️ Gefahr für Menschen
    Listeriose
    • Leberabszesse
    • Lymphknotenschwellung
    • ☣️ Gefahr für Menschen
    Milzbrand
    • Haustiere
    • Blutung der Organe
    • Blut aus Maul und
    Rauschbrand
    • Gasbildung unter der
    • Schwarze Muskulatur
    • 😷 Seuchengefahr

    • Genusstauglich
    • Entzündung der
    • Blindheit
    • Genusstauglich
    Rotlauf
    • Fieber
    • Hautverfärbungen → kann absterben
    • ☣️ Gefahr für Menschen
    • mit viralen Erkrankungen ist in aller Regel genussuntauglich.
    KrankheitTierartenKrankheitszeichenBesonderheiten
    1. Verändertes Verhalten
    2. Beißphase
    3. Lähmungsphase
    Schweinepest/Afrikanische
    • Bewegungsstörungen
    • Zutraulichkeit
    • Organeinblutungen
    Maul- und Klauenseuche
    • Blasen an , und
    • Entzündung der
    • Teils asymptomatisch
    • Wesensveränderungen
    • Juckreiz
    • 😷 Seuchengefahr
    • Antriebslosigkeit
    • Unterhautschwellungen
    • Anschwellen der Augenlider
    • 😷 Seuchengefahr

    Rabbit Haemorrhagic Disease/Chinaseuche

    • 😷 Seuchengefahr
    ()
    • 😷 Seuchengefahr
    Klassische
    • Blutvergiftung
    • Darm- und Lungenentzündung
    Atypische
    • Blutungen in Magen/Darm
    ()
    • ☣️ Gefahr für Menschen
    Blauzungenkrankheit
    • Blaufärbung der
    • der und des Mauls
    • Entzündung von Schleimhäuten im Maul
    Enzootische Hämorrhagie (der Hirsche)
    • Blutungen der Organe
    E
    • Symptomlos
    • ☣️ Gefahr für Menschen
    • Prionen sind Eiweiße, die sich im Gehirn ablagern und Erkrankungen verursachen können
    • Beispiele
      • Bovine spongioforme Enzephalopathie (BSE) → Rinderwahn
      • Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen
    KrankheitTierartKrankheitszeichenBesonderheiten

    Transmissible spongioforme Enzephalopathie (TSE)

    • Alle
    • Neurologische Störung
    • Ähnlich der

    Außenparasiten

    Innenparasiten (nach Organen)

    Die folgende Tabelle listet jagdlich relevante Wildarten und vereinfacht zugehörige systematisch nach Gefährlichkeit und Bedeutung der Erkrankung auf.

    • Ursache: Unklar (möglicherweise infektiös)
    • Wildarten: und
    • Krankheitszeichen: Vom Rückenmark ausgehende Schwäche der
    • Gegenmaßnahme: Abschuss erkrankter Stücke

    Einführung zu den Wildkrankheiten

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