Hundekrankheiten zu erkennen ist eine zentrale Verantwortung des Hundeführers; meist ist eine Abweichung vom normalen Verhalten der erste Hinweis. Wichtige Lebenszeichen sind Körpertemperatur, Puls und Atemfrequenz, daneben Appetit, Durst und Losung. Vorbeugend wirken regelmäßige Fellpflege, Entwurmung und Impfungen, wobei Aktivimpfungen die Antikörperbildung schulen, während Passivimpfungen sofortige Immunität verleihen. Bekannte Jagdhund-Krankheiten sind Staupe, Parvovirose und die Aujeszkysche Krankheit.
Lebenszeichen
- Körpertemperatur
- Puls
- Atemfrequenz
/-muster
Körperzeichen
- Appetit
- Durst
- Losung
Verhalten
- Vor allem Veränderung zu „normalem“ Verhalten
- „Normal“ ist abhängig von Alter, Rasse und Wesen
- Schlechter Allgemeinzustand
- Mattigkeit
- Schwäche
- Das Töten von Hunden aus gesundheitlichen Gründen (Einschläfern) muss durch einen Tierarzt erfolgen.
- Kombinationsimpfstoffe beinhalten Impfungen gegen mehrere Erreger
- Impfung der Welpen zum Schutz vor Infektionskrankheiten
- 1. Impfung mit 6 bis 8 Wochen
- 2. Impfung 4 Wochen später
Zielkrankheiten
- Unverzichtbare Impfungen
- Staupe
- Hepatitis
- Leptospirose
- Parvovirose
- Tollwut (regelmäßige Auffrischimpfungen)
- Teilweise sinnvolle Impfungen
MerkhilfeUnverzichtbare Impfungen: Schöner Hund Leider Plötzlich Tot. → Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, Tollwut.
- Entwurmung der trächtigen Hündin
- Teilweise Herpes-Impfung der Hündin
- Wurmkur der Hundewelpen nach den ersten 10 Tagen
- z. B. gegen Spulwürmer und Bandwürmer
- Dokument zur Eintragung der durchgeführten Impfungen
- Eintragung in den EU-Heimtierausweis
- Außerdem notwendig für Auslandsreisen
- Infektionskrankheiten sind Erkrankungen durch lebende Krankheitserreger
- Auslöser
- Infektionsweg
- Direkter Kontakt
- Indirekte Übertragung über Zwischenerreger oder Kleidungskontakt etc.
- Vorbeugung
- Impfungen
- Abschreckstoffe
Welpensterben
Leptospirose
- Siehe: Leptospirose
Salmonellose
- Einzeller
- Toxoplasmose
- Neosporose
- Innenparasiten
- Bandwurmbefall (siehe: Bandwürmer)
- Rundwurmbefall (siehe: Rundwürmer)
- Außenparasiten
- Häufig
- Mechanisch, chemisch oder infektiös
- Entropium: Fehlstellung des Augenlids mit Einstülpung (meist unteres Lid)
- Ektropium: Fehlstellung des Augenlids mit Ausstülpung (unteres Lid)
- Entropium und Ektropium können zu Augenentzündungen führen.
- Erbkrankheiten → Zuchtausschlussgrund bei Jagdhunden
Grauer Star
- Trübung der Augenlinse
- Pupille wird weißlich, trüb
- Angeboren oder hohes Alter
Linsenluxation
- Verschiebung der Linse
- Häufig bei Terriern
- Häufig durch Zugwind bei Autofahrt mit offenem Fenster (mechanisch)
- Verletzung mit Säuren und Laugen (chemisch)
- Schief halten des Kopfes
- Schütteln des Kopfes
- Kratzen an den Behängen
- Ggf. Schmerzen bei Berührung
- Ohrreinigung → Vorbeugung
- Teils vorhandenes Überbleibsel der 1. Zehe am Hinterlauf
- Keine Krankheit oder Missbildung
- Gefahr der Verletzung oder des Einwachsens → Entfernung
- Weiche, krumme Knochen durch Mineralstoffmangel (Kalkmangel)
- Ursache: Mangelernährung (Vitamin D und Phosphat)
- Vorbeugung: ausgeglichene Ernährung
- Bandscheibenvorfall an der Wirbelsäule
- Gehäuft bei Dackeln
/Teckeln - Schmerzen des Rückens
- Lähmung der Hinterläufe → Bewegungseinschränkung
- Auffälliges Harn und Kot lassen
- Fehlentwicklung der Hüfte
- Schmerzen beim Laufen
- V.a. größere Hunderassen betroffen
- Vererbbar → Zuchtuntauglichkeit
- Angeboren oder Rachitisfolge
- X-Beine → Kuhhessigkeit
- O-Beine → Fassbeinigkeit
- Teilweise Zuchtuntauglichkeit
- Häufig durch Verkehrsunfälle
- Erste-Hilfe → Ruhigstellung
- Tierarzt aufsuchen
- Analbeutelentzündung → „Schlittenfahren“ wie bei Wurmbefall
- Hodenfehler → Fehlen eines oder beider Hoden
- Harnwegentzündung → Gehäuftes Harnlassen