Bakterielle Krankheiten gehören neben Virus- und Parasitenerkrankungen zu den häufigsten Infektionskrankheiten bei Wild und Jagdhund. Sie sind meist nicht genusstauglich und stellen fast immer eine Zoonose dar, können also auf den Menschen übertragen werden. Bedeutsame Vertreter sind Tularämie, Brucellose, Milzbrand, Schweinerotlauf und Tuberkulose; Brucellose und Milzbrand unterliegen der allgemeinen Meldepflicht. Eine Ausnahme bildet die Strahlenpilzerkrankung, die in der Regel genusstauglich und nicht auf den Menschen übertragbar ist.
Es fällt schwer, sich die ganzen Besonderheiten der bakteriellen Krankheiten zu merken. Deshalb hier ein paar Gemeinsamkeiten:
- Nicht genusstauglich: Wild mit bakteriellen Krankheiten ist in der Regel nicht genusstauglich (Ausnahmen: Gamsblindheit, Strahlenpilzerkrankung).
- Zoonose: Fast alle jagdlich relevanten bakteriellen Krankheiten können auf den Menschen übertragen werden (Ausnahme: Strahlenpilzerkrankung)
- Allgemeine Meldepflicht (früher Anzeigepflicht): Brucellose und Milzbrand unterliegen der allgemeinen Meldepflicht.