Die Baujagd ist eine Einzeljagdart, bei der Wild im Bau nach dem Sprengen durch Erdhunde bejagt wird. Sie wird vor allem auf Fuchs und Wildkaninchen ausgeübt. Die Baujagd auf Wildkaninchen wird Frettieren genannt.
- Lage: Trockenen, zugfreien Standort
- Südost-Ausrichtung, weil der Wind meist aus Westen weht und aus dem Süden die Sonne scheint.
- Gefälle: Der Kessel muss ca. 20–30 cm höher liegen als die Einfahrt. Dadurch fängt sich die Wärme im Kessel.
- Länge: Die Röhre sollte mindestens 10 Meter lang sein – "Die Länge fängt".
- Material: Betonrohre werden oft schneller angenommen, da sie an Kanaldurchlässe erinnern.
Merkhilfe„Sauwetter ist Bauwetter.“
- Grabwerkzeug
- Erste Hilfe für den Hund
- Kunstbaue
- Natürliche Fuchsbaue
- Strohhaufen, Feldscheunen
- Schliefanlage: Künstliche Bauanlage für die Ausbildung von Erdhunden
- Nicht befahrene Baue werden von erfahrenen Bauhunden häufig nicht angenommen.
Vorsicht
- Felsbaue, Dachsbaue → Unübersichtlich
- Waschbären → Gefährliche Gegner
- Abhalsen des Hundes
- Springen des Fuchses kann Minuten bis Stunden dauern
- Ggf. Ergänzung um einen anschließenden Anstand
/Ansitz am Bau (ohne Hunde)
- Ähnlich dem Fuchssprengen
- Dachse springen in der Regel nicht (ausgenommen Jungdachse) → Ausgraben notwendig
- Gefahr für den Hund
- Wird kaum noch angewendet.
- Frettieren ist die Baujagd auf Wildkaninchen mithilfe eines Frettchens.
- Frettchen: Domestizierter Iltis
- Zeitraum: November bis Februar
- Frettchen einschliefen
- Maulkorb
- Halsband mit Glöckchen
- Bejagung mit Schrot oder Fangnetzen
- Das Ausklopfen ist eine Jagdart auf Marder oder Iltis, die durch Lärm aus ihrem Unterschlupf getrieben werden.