Die Beizjagd ist die Jagd mit abgerichteten Greifvögeln und gehört zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Das Zähmen und Abrichten eines Greifs wird Abtragen genannt; eingesetzt werden vor allem Habicht, Sperber, Steinadler und Wanderfalke, mit denen überwiegend Niederwild wie Wildkaninchen, Feldhase und Fasan bejagt wird. Beizjagd setzt zusätzlich zur Jagdprüfung die Falknerprüfung und einen Falknerjagdschein voraus; die Haltung ist auf maximal zwei Greifvögel beschränkt.
- Beizjagd ist die Jagd mit abgerichteten Greifvögeln.
- Zähmen und Abrichten von Greifvögeln wird als Abtragen bezeichnet.
- Konditionierung durch Anpassung der Ernährung
Gesetzliche Vorschriften
Für das Halten von Greifen und Falken gelten gewisse Voraussetzungen (§ 3 BWildSchV):
- Falknerjagdschein
- Voraussetzung: Jägerprüfung und Falknerprüfung
- Haltung von maximal zwei Greifvögeln
- Habicht, Sperber, Steinadler und Wanderfalke
- Dauerhafte und unverwechselbare Kennzeichnung der Vögel
- Anzeigepflicht bei der zuständigen Behörde (meist Untere Jagdbehörde)
- Aushorstung ist die Entnahme junger Greifvögel und Eulen oder Eiern aus dem Horst.
- Verwendung meist zur Abrichtung für die Beizjagd
- Erlaubnis durch zuständige Behörde notwendig
- Als Greifvögel werden Steinadler, Habicht und Wanderfalke verwendet.
- Bejagte Wildarten:
- Das Wild wird durch Jäger und Jagdhund und
/oder Frettchen hochgemacht. - Der Greifvogel schlägt das Wild.
- Falkenhaube
- Geschüh mit Bellen (Glöckchen)
- GPS
- Geschühriemen
- Falknerhandschuh
- Falknertasche/ -weste
- Falknermesser
- Federspiel
Falknermesser
- Messer speziell für die Beizjagd
- Aufbau: Vordere Teil ist scharf (ca. 2-3 cm), hinterer Teil bis zum Griff ist stumpf.