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Fallenjagd

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Grundlagen

Allgemeines

  • Die Fallenjagd wird vor allem auf nachtaktive ausgeübt.
  • Grundvoraussetzung ist die waidgerechte Durchführung der Fangjagd:
    1. Fallen müssen unversehrt lebend fangen.
    2. Oder Fallen müssen unverzüglich töten.
  • Während der Brutzeiten und Setzzeiten ist die Fallenjagd zum Schutz der Elterntiere verboten.

Ziel: Beutegreiferregulierung

Geeignete Fangplätze

  • Häufige
    • Zwangswechsel (z.B. Gewässerüberquerung)
    • Entlang an Gebäudewänden
    • Entlang von Wasserläufen
    • Entlang von Gatterzäunen
  • Häufige Aufenthaltsplätze
    • Feldscheunen
    • Holzstapel

Rechtsgrundlage

Lebendfangfallen

Allgemeines

  • Beispiele: Kastenfallen, Röhrenfallen, Wieselwippbrettfallen
  • Voraussetzung: Eignung um unversehrt lebend zu fangen
  • Wildarten: , ,

Kastenfalle

Allgemeines

  • Lebendfangfalle
  • Fangjagd auf
  • Vorteile:
    • Günstige Anschaffung
    • Leichter Aufbau
    • Einfache und sichere Handhabung

Aufbau

  • Zwei „Koffer“-Teile, die mit einem Scharnier verbunden sind.
  • Drahtgewebe für Ober- und Unterseite der Kofferteile
    • Ggf. mit Lichtschutz nach oben
  • Auslöser als Selbstbau: Normale Rattenfalle mit Verbindungsschnur zu einem Stellholz, das den Koffer offen hält.
  • Auslöser verbaut mit einem Auslösebrett an der geschlossenen Seite des Koffers

Betonrohrfalle

Allgemeines

  • Betonrohrfallen sind eine Unterform der Röhrenfallen und dienen dem Lebendfang von .
  • Ihren Namen erhalten sie wegen der langen Betonrohre, in denen das gefangen wird.
  • Sie bleiben meist langfristig am gleichen Fangplatz.

Aufbau

  • Rohrsystem
  • Auslösesystem
    • Köderabzug
    • Stolperdraht
    • Wippbret
  • Fallenmelder (z.B. Minkpolice oder Trapmaster)
  • Abfangkorb
  • Abfangschieber mit Teleskopstange

Köder

  • : Hundefutter, Fisch, Teile von
  • : Obst, , Weintrauben, Fleisch (roh oder geräuchert)
  • Marder/Iltis: Ei, Geflügel, getrockneter , Honig, Innereien

Wieselwippbrettfalle

  • Kleine Holzkiste mit Wippbrett
  • Fangjagd auf (v.a.
  • Fangplatz: Trockene Gräben/Durchlässe

Totschlagfallen

Allgemeines

  • Beispiele: Schwanenhals, Eiabzugseisen
  • Voraussetzung: Gesetzlich erlaubt sind in Deutschland nur sofort tötende Fallen
    • Einige Bundesländer verbieten sogar alle Totschlagfallen.

MerkeDie Verwendung von Totschlagfallen ist in einigen Bundesländern verboten.

Schwanenhals

  • Totschlagfalle zum von
  • Besteht aus zwei halbkreisförmigen Bügeln, die über eine verbunden sind.
  • Das Ziel ist es, das Tier augenblicklich zu töten und ein Einklemmen von Gliedmaßen zu verhindern.
  • Die Falle löst durch ein Abziehen des Köders aus.
  • Wildarten:

Eiabzugseisen

  • Das Eiabzugseisen ist eine Variante vom Schwanenhals.
  • Der Durchmesser der Bügel ist kleiner als beim Schwanenhals, sodass kleinere Wildarten gefangen werden.
  • Als Köder kann ein Ei auf einer Köderschale verwendet werden.
  • Wildarten:

Fangeisen

  • Zu den Fangeisen gehören Fallen mit zwei Fangbügeln.
  • Neben dem Schwanenhals und dem Eiabzugseisen (sofort tötend) gehören hierzu auch die verbotenen Tellereisen.
  • Weil die Verwendung von Fangeisen gefährlich ist, empfiehlt die :
    1. Spannen und Entspannen nur mit einem geeigneten Gegenstand
    2. Nur so aufstellen, dass keine Person gefährdet wird.
    3. Aufstellen in Fangbunkern/Fallenkästen

Fangbunker

  • Fangbunker Totschlagfallen baulich so, dass Menschen und nicht gewünschte Tiere (z.B. Haustiere) nicht verletzt werden können.
  • Im weiteren Sinne kann ein Fangbunker auch ermöglichen, dass eine Lebendfalle nur selektiv funktioniert.
  • Zum Beispiel kann über eine Gewichtsauslösung eine selektive Falle für das große gebaut werden. Diese löst aufgrund des geringen Gewichts von Mauswieseln und Mäusen bei diesen nicht aus.