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Sikawild

Letzte Aktualisierung: 24.08.2021

Zusammenfassung

Die Urheimat des Sikawilds ist Ostasien. In Deutschland wurde es erst im 19. Jahrhundert ausgesetzt. Die Hirsche entwickeln ein Stangengeweih bis hin zum Zehner. In seiner gefleckten Sommerfärbung ähnelt es dem Damwild. Sikawild lebt wie das Rotwild gesellig in Rudeln und bevorzugte dichte, unterholzreiche Wälder. Bei Gefahr stößt es einen typischen Pfiff aus. Sikawild gilt als schusshart.


Allgemeines

Begriffe

Zoologische Zuordnung

OrdnungPaarhufer / Schalenwild
UnterordnungWiederkäuer
FamilieHirsche
UnterfamilieEchte Hirsche

Körpermaße

  • Höhe (Widerrist): ca. 1 m
  • Gewicht (aufgebrochen): ♂ ca. 50 kg

Aussehen

Haarkleid

  • Verfärbt zweimal jährlich
  • Sommerdecke
    • rostbraun
    • weiße Flecken (ähnlich dem Damwild)
  • Winterdecke
    • dunkelgraubraun
    • keine Fleckung
    • Weiße Laufbürsten am Hinterlauf
    • Langer Wedel

    Sikawild Haarkleid SommerSikawild Winterkleid

    Körperteile

    • Siehe: Körperteile des Rehwildes

    Geweih

    Allgemeines

    • Stangengeweih
    • bis zum Achter, selten Zehner
    Sikahirsch

    Jahreszyklus

    • April: Geweihabwurf
    • Mai bis August: Folgegeweih
    • September: Fegezeit

    Gebiss

    Typisches Wiederkäuergebiss

    Dauergebiss


    Ernährung

    Allgemeines

    Nahrung


    Lebensraum und Lebensweise

    Vorkommen

    • Urheimat: Asien (Japan, Südchina)
    • Einbürgerung in Deutschland
      • Regional: Bayern, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein
    • Biotoptyp: Wald- und Mittelgebirgsregionen
    • standorttreu
    • klimahart (unempfindlich)

    Verhalten

    • Leben in Rudeln mit Geschlechtertrennung
      • Sikahirsche: Rudel und kleinere Trupps, ältere Hirsche auch allein
      • Weibliches Sikawild ganzjährig in Rudeln
    • Tagaktiv
    • Kreuzung selten mit Rotwild, nie mit Damwild
    • Suhlt gern
    • Schusshart
    • Schreckruf: Pfiff
    Kahlwildrudel

    Fortpflanzung

    Paarungszeit: Brunft

    • Brunftzeit: Oktober / November
    • Brunftplatz: hohes Gras, Schilf
    • Brunftschrei: Schrilles Pfeifen
    • Brunftkämpfe: selten
    • Kann sich mit Rotwild kreuzen

    Jungtierentwicklung

    • Tragzeit: 7,5 bis 8 Monate
    • Setzzeit: Juni
    • 1 Kalb pro Alttier

    Praxistipps

    Pirsch

    Sinnesorgane

    • Sehen: äugt sehr gut (im Gegensatz zu Rotwild auch stille Objekte)
    • Geruch: windet gut
    • Gehör: vernimmt gut