Das Jagdlexikon

1541 Begriffe aus der Jagd
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Natürliche Kleinbiotope

Natürliche Kleinbiotope wie Feldraine, Feldgehölze und Hecken sind ein sehr wertvoller Lebensraum für viele Tierarten. Sie bieten Schutz vor Beutegreifern für Niederwild und Vögel und sind somit ein geeigneter Brut- und Setzplatz. Sie bieten reichlich Äsung und schützen vor Wind und Lärm. Außerdem vernetzen sie Biotope untereinander, was einer Verinselung entgegen wirkt.

Biotophege
Biotophege Natürliche Kleinbiotope

Weitere Begriffe:

Naturverjüngung

Als Naturverjüngung wird die natürliche Ausbreitung und Fortpflanzung von Baumbeständen bezeichnet. Schwere Samen (z.B. Buche und Eiche) schlagen auf dem Boden auf und flugfähige Samen (z.B. Birke und Weiden) werden durch den Wind fortgetragen. Außerdem spielen das Eichhörnchen und der Eichelhäher eine wichtige Rolle im Ökosystem, in dem sie ihre Wintervorräte vergessen und so zur Naturverjüngung beitragen.

Einführung zum Waldbau
Einführung zum Waldbau Waldentwicklung Naturverjüngung

Naturnahe Wälder

Naturnahe Wälder sind häufig von einer großen Artenvielfalt geprägt. Sie zeichnen sich aus durch eine hohe Baumartenvielfalt mit vertretbaren Mengen an Totholz und großzügige Freiflächen mit artenreichen Waldrändern.
Einführung zum Naturschutz
Einführung zum Naturschutz Biotopschutz Naturnahe Wälder

Niederwild

Niederwild sind die Wildarten, welche früher nur vom „niedrigen“ Adel bejagt wurden. Das Hochwild hingegen wurde nur durch den Hochadel gejagt.

Zum Niederwild gehört alles Wild, dass nicht zum Hochwild gehört. Neben Feldhase, Fasan und Fuchs gehört auch das Rehwild zum Niederwild. Als Hochwild wird alles Schalenwild (außer Rehwild), sowie Auerwild, Steinadler und Seeadler bezeichnet.

Einführung zum Haarwild
Einführung zum Haarwild Jagdbare Tiere Niederwild

Natura 2000

Natura 2000, Natura-2000-Netzwerk

Die Natura 2000 ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union, welches nach Maßgaben der FFH-Richtlinie errichtet wird. Das Ziel ist ein länderübergreifender Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume. Es integriert FFH-Gebiete und Gebiete der Vogelschutzrichtlinie.

Einführung zum Naturschutz
Einführung zum Naturschutz Gesetze Natura 2000

Neozoen

Tiere, die sich - mit oder ohne menschliche Einflussnahme - in einem neuen Gebiet etabliert haben. Ein typisches Beispiel ist der Waschbär. Seine Urheimat ist Nordamerika. Um 1930 wurde er in Hessen am Edersee ausgesetzt und ist Pelzfarmen entlaufen. Durch seine große Anpassungsfähigkeit hat er sich etabliert und beeinträchtigt mittlerweile Singvogelbestände.

Einführung zum Naturschutz
Einführung zum Naturschutz Jagd und Naturschutz Neozoen

Nachfolgetyp

Jungwild kann der Mutter nach der Geburt sofort über längere Strecken folgen und wird nicht abgelegt. Die Kälber sind typischerweise einheitlich braun gefärbt. Beispiele: Elchwild, Muffelwild, Gamswild, Steinwild.
Einführung zum Schalenwild
Einführung zum Schalenwild Fortpflanzung und Lebenszyklus Nachfolgetyp

Natürliche Waldschäden

Natürliche Waldschäden werden durch Naturereignisse wie Wind und Frost oder durch biologische Schäden wie Pilz- und Insektenbefall verursacht. Auch Wildschäden gehören zu den biologischen Schäden.
Waldschäden
Waldschäden Natürliche Waldschäden

"nicht zugriffsbereit" nach Waffengesetz

"nicht zugriffsbereit" nach Waffengesetz, nicht zugriffsbereit

Nach Waffengesetz gilt eine Waffe als nicht zugriffsbereit, wenn sie in einem verschlossenen Behältnis mitgeführt wird. Eine zugriffsbereite Waffe lässt sich unmittelbar in den Anschlag bringen.

Einführung zum Waffengesetz
Einführung zum Waffengesetz Umgang mit Waffen und Munition Nicht-zugriffsbereite

Nagezähne

Erster Schneidezahn (I1) im Gebiss von Nagetieren und Hasenartigen. Durch die offene Wurzel wird ein lebenslanges Wachstum ermöglicht. Die Schärfe entwickelt sich durch die regelmäßige Abnutzung der Zähne. Bei den Hasenartigen bildet der zweite Schneidezahn (I2) im Oberkiefer die Stiftzähne.

Feldhase
Feldhase Gebiss Nagezähne

Nutzungsmanagement

In Baden-Württemberg werden Wildtiere in Nutzungsmanagement, Entwicklungsmanagement und Schutzmanagement unterteilt.

Zum Nutzungsmanagement gehören Arten mit stabilen Beständen, deren Verwertung üblich ist. Sie sollen jagdlich nachhaltig genutzt werden können.

Jagdrecht: Übersicht der Bundesländer
Jagdrecht: Übersicht der Bundesländer Jagbare Tiere (Wild) Nutzungsmanagement

Nonnengans

Ansprechen: weiße Gesichtsmaske, schwarzer Hals, gebänderter Flügel

Gänse
Gänse Meergänse Nonnengans

Natürliche Ressource

Natürliche Ressource, Naturgütern

Ressourcen der Natur, die für den Menschen einen Nutzen haben, aber durch die moderne Gesellschaft gefährdet sind. Hierzu gehören Wasser, Boden und Luft.

Einführung zum Naturschutz
Einführung zum Naturschutz Naturgüter

Nachtzeit

Als Nachtzeit gilt die Zeit von eineinhalb Stunden nach Sonnenuntergang bis eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang. Es ist verboten Schalenwild – außer Schwarzwild – sowie Federwild zur Nachtzeit zu erlegen (§ 19 BJagdG, Sachliche Verbote). Das Verbot umfasst nicht die Jagd auf Möwen, Waldschnepfen, Auerwild, Birkwild und Rackelwild.

Einführung zum Bundesjagdgesetz
Einführung zum Bundesjagdgesetz Beschränkungen der Jagdausübung (V. Abschnitt) Nachtzeit

Niedermoore

Niedermoore sind Moore, die ihren Wasserüberschuss aus Quellwasser oder Grundwasser speisen. Sie sind nährstoffreicher und weniger sauer als Hochmoore, sodass ihr Bewuchs höher ist und sich auch Bäume finden.

Einführung zum Naturschutz
Einführung zum Naturschutz Biotopschutz Niedermoore

Nagetiergebiss

Kennzeichnend sind die kräftigen Nagezähne (I1). Durch die offene Wurzel wird ein lebenslanges Wachstum dieser Zähne ermöglicht. Durch Abnutzung schärfen sie sich selbst.

Murmeltier
Murmeltier Gebiss Nagetiergebiss