Das Jagdlexikon

2152 Begriffe aus der Jagd
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Weitere Begriffe:

Ziemer

Zimmer

Rückenbraten von zerwirktem Schalenwild.

Zuwachs

Der Zuwachs ist ein von der Art abhängiger prozentualer Anteil des weiblichen Wildes am 1. April. Bei Rehwild liegt er bei etwa 100 %. Schwarzwild kann abhängig von Lebensbedingungen und Wetter Zuwachsschwankungen von 100 % bis 200 % haben.

Zugvogel

Vogelarten, die im Frühjahr in ihre Brutgebiete ziehen und den Winter in wärmeren, südlicheren Regionen verbringen. Das Gegenteil des Zugvogels ist der Standvogel.

Zehengänger

Die Knochen der Füße/(Hände) sind bei allen Wirbeltieren ähnlich. Je nach ihrem genauen Aufbau unterscheiden wir jedoch Sohlengänger, Zehengänger und Spitzengänger. Für Zehengänger gilt:

  • Laufen nur auf den Zehen.
  • Durch den geringeren Kontakt mit dem Boden und ihre Anatomie können Zehengänger schneller laufen als Sohlengänger.
  • Beispiele: Hund, Fuchs, Wildkatze

Zahnwechsel des Schwarzwildes

Die Angaben zum Zahnwechsel sind immer ungefähr und je nach Lehrbuch etwas unterschiedlich.

Schneide- und Eckzähne

Alter

MerkmaleAbbildung
6 Monate
  • Vollständiges Milchgebiss (28 Zähne)
  • Kleine Schneidezähne
  • Keine Molare

Schwarzwildgebiss 4 Monate

10 Monate

  • Beginn des Zahnwechsels
  • Wechsel des I3 und C1

Schwarzwildgebiss 10 Monate

14 Monate
  • Wechsel des I1 (U-Form)

Schwarzwildgebiss 14 Monate

18 Monate
  • Wechsel des I2 (Bogenform)

Schwarzwildgebiss 18 Monate

24 Monate
  • Vollständiges Dauergebiss (I1 und I2 auf gleicher Höhe)

Schwarzwildgebiss 24 Monate

Schema des Zahnwechsels von Schneide- und Eckzähnen des Schwarzwildes

Hintere Backenzähne (Molare)

Alter

Merkmal

6 Monate

(Frischling)

Schieben des M1

14 Monate

(Überläufer)

Schieben des M2

24 Monate

(Sau)

Schieben des M3
36 Monate

M3 vollständig herausgewachsen

6 – 14 – 24 (Schieben der Molare M1-M3)

In den ersten 24 Lebensmonaten lässt sich aufgrund des Zahnwechsels das Alter sehr genau feststellen.

Zwingerhusten

Multifaktorielle Erkrankung die vor allem Junghunde betrifft und zu Fieber und Husten führt. Wird als Tröpfcheninfektion häufig in Welpenschulen und Tierheimen übertragen.

Zuverlässigkeit

Die Zuverlässigkeit ist eine Voraussetzung für waffenrechtliche Erlaubnisse. Zu ihr gehört im Gegensatz zur persönlichen Eignung ein vorwerfbares Verhalten. Eine rechtskräftige Verurteilung für ein Verbrechen oder mit einer Freiheitsstrafe ≥1 Jahr und bedenkliches Verhalten führen zur absoluten Unzuverlässigkeit. Bei der relativen Unzuverlässigkeit besteht ein Ermessensspielraum der Behörde.

Zeichnen

Schusszeichen

Das Zeichnen ist die Reaktion des Wildes auf das Auftreffen des Geschosses und wird auch als Schusszeichen im engeren Sinne verstanden. Rehwild zeichnet am deutlichsten. Die Ausprägung ist außerdem klarer bei leichten und schnellen Geschossen.

Zielen mit der Flinte

Allgemeines

  • Hilfsmittel: Laufschiene und Korn
  • Praxis
    • Ziel sitzt der Laufschiene auf (leichter Hochschuss notwendig)
    • Hochschuss durch Einstellen von 2 bis 3 cm Laufschiene
  • Voraussetzungen
    1. Reaktionsschnelligkeit
    2. Schneller Anschlag

Haltepunkt

  • Die Ziele sind beweglich. Also gilt:
    • Mitschwingen und Vorhalten
  • Zielen
    1. Mitschwingen
    2. Überholen
    3. Schussabgabe
  • Hase
    • Weglaufend → Zielen zwischen die Löffel
    • Zulaufend → Zielen vor die Vorderläufe

Zwiebeln

Zwiebeln sind bei Damwildspießern (1. Kopf, 2. Lebensjahr) kolbenartige Verdickung an der Geweihbasis. Die Rosen fehlen im 1. Kopf noch und werden als Zwiebeln ausgebildet. Ausgeprägte Zwiebeln sind ein Zeichen für eine gute Geweihentwicklung.

Zellatmung

Dissimilation

Bei der Zellatmung von Pflanzen werden energiereiche (organische) Verbindung zur Energiegewinnung verbrannt. Es entstehen Kohlendioxid, Wasser und Wärme. Sie findet vor allem nachts bei fehlendem Sonnenlicht zur Energiegewinnung von Pflanzen statt.

Zielfernrohr

Zieloptik

Optische Visierungen, die das Zielen vereinfachen, indem sie Ziel und Visierung in eine Ebene bringen. Die Zieleinrichtung wird als Absehen bezeichnet. Entscheidende Auswahlkriterien sind je nach Einsatzgebiet die Vergrößerung und der Objektivdurchmesser.

Zukunftsbaum

Z-Baum

Zukunftsbäume sind das Kernelement für Pflegemaßnahmen einzelner Bäume in der Forstwirtschaft. Der Grundgedanke ist, dass dickere Bäume teurer verkauft werden können als Dünnere.