Du stehst kurz vor der Jägerprüfung und hast das Gefühl, dir schwirrt der Kopf vor lauter Zahnformeln, Entenarten, Baumarten und Jagdzeiten? Keine Sorge, damit bist du nicht allein! Das „Grüne Abitur" verlangt dir einiges an Lernstoff ab.
Die beste Geheimwaffe gegen das Vergessen und die Prüfungsangst? Richtig gute Eselsbrücken und Merksprüche!
Genau das dachte sich auch unser Waidwissen-Schüler Simon, der uns kürzlich dieses Feedback schickte:
"Es wäre schön, wenn es eine Zusammenfassung aller Merkhilfen gäbe, die man sich kurz vor der Prüfung noch einmal nach der Reihe durchlesen könnte." – Simon
Dein Wunsch ist uns Befehl! Wir haben unsere Archive durchforstet und präsentieren dir hier die ultimative Übersicht aller wichtigen Merkhilfen für die Jägerprüfung. Insgesamt haben wir 170 Merkhilfen aus 67 Artikeln für dich zusammengestellt – sortiert nach Themengebieten und perfekt für den Endspurt vor der schriftlichen und mündlichen Prüfung!
(Stand: 1. April 2026)
- Zahnformel (Allgemein): Ich Crave Pizza Mittags. (Incisivi, Canini, Prämolaren, Molaren)
- Trughirsche vs. Echte Hirsche:
- Rehwild = Niederwild – Also nur unten Knochen.
- Rotwild = Hochwild – Also oben und unten Knochen.
- Zahnformeln des Schalenwildes: Rehe Eilen, Damhirsche Schlendern, Rotwild trödelt. (Reh 14, Elch 20, Dam 26, Sika 28, Rot 30).
- Wiederkäuergebiss:
Die verhornte Gaumenplatte, einfach keine Zähne hatte,
3 P, 3 M im oberen Kiefer, schaun wir ne Etage tiefer.
Vorn 3 I und noch 1 Ceh, 3 P, 3 M wie oben eh.
- Wiederkäuermagen: Der Magen ist sehr sensibel. Deshalb müssen wir ihn PeNiBeL füttern: Pansen, Netzmagen, Blättermagen, Labmagen.
- Geweihabwurf: Alles, was seine Gallenblase abgeworfen hat, wirft auch sein Geweih ab.
- Jahreszyklus:
- Oktober und November, da wirft das Reh die Ständer.
- Im Februar, März fliegt das Geweih, beim Rotwild ist der Kopf dann frei.
- Das Damwild wirft die Stangen frei von Ende März bis Anfang Mai.
- Fegezeit: „Alt verfegt vor jung" – außer beim Damwild, da ist's andersrum!
- Rehwild ansprechen: Der Bock nässt unter sich und die Ricke hinter sich.
- Rotwild Körpermaße: Magische 140 beim Rothirsch: Bis 140 cm groß, bis 140 kg schwer (aufgebrochen) und schiebt 140 Tage lang sein Geweih.
- Rotwild Geweihaufbau: Am Auge kühlt Eis, in der Mitte lauert der Wolf, dann Gabel oder Krone. Alphabetisch: A – E – M – W (Augsprosse, Eissprosse, Mittelsprosse, Wolfssprosse).
- Rotwild Altersschätzung: 5 – 10 – 25 | Bei 5 geht's los, bei 10 wird's groß, mit 25 ist's famos!
- Damwild: DAM → Drop April
/ Mai (Geweihabwurf).
- Einteilung: Hunde Machen Katzen Klein. (Hundeartige, Marderartige, Katzenartige, Kleinbären).
- Fuchs (Haarkleid): Der Rote Kohl, Birkt Brandgefahr fürs Kreuz. (Rotfuchs, Kohlfuchs, Birkfuchs, Brandfuchs, Kreuzfuchs).
- Fuchs (Ranz): Der Fuchs der ranzt im Januar, der Jäger ranzt das ganze Jahr.
- Fuchs (Jungtierentwicklung): 2 × 2 Monate → 2 Monate Tragzeit und 2 Monate Säugezeit.
- Steinmarder vs. Baummarder:
- Steinmarder: Wie der Stein: Graues Fell, glatte Sohlen, weißer Kehlfleck.
- Baummarder: Wie der Baum: Braunes Fell, raue Sohlen, gelber Kehlfleck.
- Steppeniltis: HELL-GROSS-OST-STOPP = Helles Fell, groß, nur im Osten, Stopp (nicht schießen!).
- Wildtauben: Ri-Tu-Ho-Tü (Ringeltaube, Turteltaube, Hohltaube, Türkentaube).
- Waldschnepfe vs. Bekassine:
- Quer wie die Erde (Waldschnepfen verstecken sich auf der Erde).
- Lang wie die Landschaft (Bekassinen bevorzugen offene Landschaften).
- Bei der Backassine verläuft die Bänderung Backwards.
- Der Hahn steigt der Henne auf die Leiter. (Die queren Striche des Hennen-Gefieders als Sprossen einer Leiter.)
- Mauser: flUgUnfähig → 2 U → jUni
/ j Uli. - Schwimmenten vs. Tauchenten: 3 S, 2 K, 1 L – auf den Rest pfeif ich. (Stock-, Schnatter-, Spieß-, Krick-, Knäk-, Löffel-, Pfeifente).
- Tauchenten: KoTaMoRei am SchellBerg: Kolbenente, Tafelente, Moorente, Reiherente, Schellente, Bergente.
- Meeresenten: EiEiSaTra – Eiderente, Eisente, Samtente, Trauerente.
- Greifvögel Einteilung: AH's BMW – Adler, Habichte, Bussarde, Milane, Weihen.
- Falken: Der Zauberer Merlin wandert von Baum zu Turm.
- Eulen & Käuze: Wilde Sumpf-Schleier Umrahmen, Sperlinge Steinigen den Rauen Wald. (Waldohreule, Sumpfohreule, Schleiereule, Uhu, Sperlingskauz, Steinkauz, Raufußkauz, Waldkauz).
- Lichtbaumarten: EiWei, BittEschön das ist ne KieLärr Pappe! (Eiche, Weide, Birke, Esche, Kiefer, Lärche, Pappel).
- Halbschattenbaumarten: HaiFi, LiBer UDo! (Hainbuche, Fichte, Linde, Bergahorn, Ulme, Douglasie).
- Schattenbaumarten: TaBu ist die Eibe! (Tanne, Buche, Eibe – Eibe ist giftig, also Tabu).
- Weichholz: WELPeN wachsen schnell. (Weide, Espe, Linde, Pappel, Nadelhölzer).
- Hartholz: „BEEs" bauen für die Ewigkeit mit Buche, Eiche, Esche.
- Nadelbäume: Die Fichte sticht, die Tanne nicht, riecht's die Nase, ist's Douglasie.
- Hainbuche: Da steckt der Hai mit seinen Zähnen drin.
- Die 5 Hauptursachen für Wildverluste: FSJ-LV – Freizeitdruck, Straßenverkehr, Jagddruck, Landwirtschaft, Verlust von Lebensraum.
- Die 3 Hegeziele: AGS – Artenreich, Gesund, Schadensfrei.
- Die 4 Wildbedürfnisse: Äh-WDR – Äsung, Wasser, Deckung, Ruhe.
- Lauf: „Der Zug fährt durch die Felder." (Die Vertiefungen sind die Züge.)
- Kipplaufwaffen (Schloss): B – K – S: Blitzschloss – Kastenschloss – Seitenschloss.
- Abzug zu Laufzuordnung: RUV – Rechts Querflinte, Unten Bockflinte, Vorne Abzug.
- Drilling: „HILI" – Der HIntere Abzug schießt den LInken Lauf.
- Sicherungen: Rot ist Tod.
/ Sicherung bei mir, Schuss bleib hier./ Links = Laut (entsichert), Rechts = Ruhe (gesichert). - Schrotpatronen: Das Jagdjahr beginnt am 01.04. und die Größenbezeichnung 1 entspricht 4 mm.
- Zielfernrohre: „Wärme findet, Nachtsicht bindet."
- Die 4 Sicherheitsregeln: GeMüFiZi – Geladen, Mündung, Finger, Ziel. (Geladen stets, die Mündung bewacht, Finger weg und Ziel bedacht.)
- Waffenkontrolle (SÖSEL): Sichern, Öffnen, Stecher, Entladen, Lauf.
- Kurzwaffen (SMÖEL): Sichern, Magazin, Öffnen, Entladen, Laufkontrolle.
- Waffenkennzeichnung: Ka Be He Wa – Kaliber, Beschusszeichen, Hersteller, Waffennummer.
- Jagdausübung: ANEF – Aufsuchen, Nachstellen, Erlegen, Fangen.
- Befugnisse des Jagdrechts: Hubi Jagt Abends – Hege, Jagdausübung, Aneignen.
- Jagdpacht: „Pächter übt aus – Grund bleibt zu Haus."
- Entzug des Jagdscheins: Zwingend = Zuverlässigkeit weg. Fakultativ = Fehlverhalten im Revier.
- Doppelte Mehrheit (Jagdgenossenschaft): Köpfe zählen, Hektar messen – doppelte Mehrheit nicht vergessen.
- Bruchgerechte Baumarten: EFEKT = Eiche, Fichte, Erle, Kiefer, Tanne.
- Schießen im Gebirge: „Berg auf und Berg runter – halt immer drunter!"
- Pirsch: „Es sind schon mehr Reviere leer gepirscht, als leer geschossen worden!"
- Baujagd: „Sauwetter ist Bauwetter."
- Hunde-Impfungen: Schöner Hund Leider Plötzlich Tot. (Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, Tollwut).
- Anzeigepflichtige Tierseuchen: Tatsächlich Sollte Man Gefahren Beim Amt Melden. (Tollwut, Schweinepest, MKS, Geflügelpest, Blauzungenkrankheit, Aujeszkysche Krankheit, Milzbrand).
- Gesunde Organe beim Aufbrechen: 3G – Glatt, gleich, glänzend.
- Erste Hilfe (Prellungen etc.): PECH – Pause, Eis, Compression, Hochlagern.
- Zeckenbiss: Schnell raus – nichts drauf!
Wir hoffen, diese geballte Ladung an Merksprüchen hilft dir genauso gut durch die Jägerprüfung wie vielen anderen Jungjägern vor dir. Speichere dir diesen Artikel als Lesezeichen ab, um kurz vor der Prüfung noch einmal alles aufzufrischen. Waidmannsheil!