Das Jagdlexikon

1541 Begriffe aus der Jagd
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Gebräuchliche Schrotstärken

  • Die Schrotstärke ist der Durchmesser der einzelnen Schrotkörner.
  • Je größer das Kaliber, desto mehr einzelne Schrote sind in einer Ladung.
  • Je länger die Hülse, desto mehr einzelne Schrote sind in einer Ladung.
Schrotkorndurchmesser (mm)2,53,03,54,0
∅ SchrotzahlKal. 12/7039022514295
Kal. 16/7033519512282
Größenbezeichnung7531
    Schrotpatronen
    Gebräuchliche Schrotstärken

    Weitere Begriffe:

    Großer Münsterländer

    Großer Münsterländer, GM

    Mittelgroßer, langhaariger Vorstehhund.

    Jagdhunderassen
    Großer Münsterländer (GM)

    Geringes Schwein

    Geringes Schwein, Geringer Keiler, Geringe Bache

    2- bis 3-jähriges Schwarzwild wird jagdlich auch als geringes Schwein bezeichnet.

    Schwarzwild
    Geringes Schwein

    Geltier

    Ein Geltier ist ein nicht mehr geschlechtsreifes Alttier bei Rotwild oder Damwild.

    Geäftert

    Hinter dem Fährtenbruch (entgegen der Fluchtrichtung) wird der Bruch mit einem kleinen Querbruch geäftert. So kann die Fluchtrichtung und das Geschlecht eindeutig nachvollzogen werden. Bei unklarer Fluchtrichtung wird der Bruch mit zwei Querbrüchen doppelt geäftert.

    Jagdliches Brauchtum
    geäftert

    Gesichtsfeld

    Gesichtsfeld, Sehfeld
    Die Breite des sichtbaren Raumes beim Blick durch ein optisches System auf eine definierte Entfernung. Je größer die Vergrößerung desto kleiner sind Sehfeld und Übersicht. Die Angabe erfolgt bei Zielfernrohren auf 100m Entfernung und bei Ferngläsern und Spektren auf 1000m Entfernung.
    Einführung zur Optik
    Sehfeld

    Gamsbart

    Langes Rückenhaar in der Winterdecke des Gamsbockes, das eine beliebte Trophäe ist.

    Gamswild
    Gamsbart

    Geradezugsystem

    Geradezugsystem, Geradezugverschluss, Geradezugschloss

    System aus längsbeweglichem Verschluss mit integriertem Schloss. Ermöglicht schnelles Repetieren. Häufig in Kombination mit einem Handspannsystem.

    Schloss
    Geradezugsysteme

    Grandeln

    Grandeln, Haken

    Grandeln sind rudimentäre Eckzähne im Oberkiefer von Rotwild und Sikawild. Sehr selten kommen sie auch beim Rehwild und Damwild vor. Sie sind eine beliebte Trophäe und werden teilweises zu Schmuck verarbeitet.

    Einführung zum Schalenwild
    Grandeln

    Großer Wiesenknopf

    Gemeiner Weißdorn

    Sträucher
    Weißdorn

    Großes Gescheide

    Unterteilung des Gescheides zu dem nur der Pansen gehört.

    Einführung zum Schalenwild
    Großes Gescheide

    Grifftöter

    Grifftöter erlegen ihre Beute mit den Fängen. Hierzu sind die Waffen lang genug, um bis zu den lebenswichtigen Organen durchzudringen und sie zu durchstoßen. Alle Habichtartigen (z.B. Bussarde, Adler und Habichte) sind Grifftöter.

    Einführung zu den Greifvögeln
    Grifftöter

    Goldhähnchen

    Goldhähnchen, Sommergoldhähnchen
    Singvögel
    Goldhähnchen

    Geschmeiß

    Kot bei Greifvögeln, Reihern, Möwen und Kormoranen. Erhält seine Bezeichnung durch die dünfflüssige Konsistenz des Kots dieser Vogelarten.

    Einführung zu den Vögeln
    Geschmeiß

    Großes Jägerrecht

    Das Jägerrecht ist ein Naturlohn für den Erleger, wenn dieser das Wild selbst aufbricht. Zum großen Jägerrecht gehört zusätzlich zum kleinen Jägerrecht der Hals bis zur dritten Rippe.

    Jagdliches Brauchtum
    Großes Jägerrecht

    Grummet

    Durch Trocknen haltbar gemachtes Heu aus dem zweiten Schnitt der Wiesen.

    Geflügelpest

    Geflügelpest, Vogelgrippe

    Die Geflügelpest oder auch Vogelgrippe ist eine virale Infektionskrankheit von Vögeln. Aufgrund des hohen Potenzials für Tierseuchen besteht Anzeigepflicht. Eine Übertragung auf den Menschen ist bei intensivem Kontakt mit infizierten Vögeln möglich. Das Krankheitsbild zeichnet sich durch Atmungsstörungen und neurologische Auffälligen aus.

    Viruskrankheiten
    Geflügelpest

    Gleitstoßgreifer

    Greifvögel, die als Segler ihre Beute im kreisenden Suchflug auffinden. Sie haben breite, lange Segelschwingen und einen kurzen Stoß. Die Beute wird am Boden geschlagen. Hierzu gehören Adler, Bussarde, Weihen und Milane.
    Einführung zu den Greifvögeln
    Gleitstoßgreifer

    Gezogene Läufe

    Gezogene Läufe, Büchsenläufe
    Lauf mit gezogenem Innenprofil aus Zügen und Feldern zum Verschießen von Einzelgeschossen. Das Geschoss bekommt durch diese Bauweise einen Drall, der die Flugbahn stabilisiert. Wird zur Bejagung von Raub-, Schalen- und Großwild eingesetzt.
    Lauf
    Büchsenläufe

    Gesäuge

    Das Gesäuge sind die Milchdrüsen (Euter) von weiblichem Wild.

    Geschossknall

    Entsteht beim Durchbrechen der Schallgeschwindigkeit durch das Geschoss. Aufgrund der zeitlichen Nähe ist er nicht vom Mündungsknall zu unterscheiden.
    Ballistik
    Geschossknall

    Gamswild

    Gamswild, Gämse
    KategorieBeschreibung
    Zuordnung
    Bezeichnung
    Gewicht
    • ♂ 30 – 60 kg
    Aussehen
    • Sommer: rotbraun
    • Winter: dunkelbraun bis schwarz
    Gehörn
    Lebensraum
    • Hochgebirge bis Bergwald
    Lebensweise
    • gesellig in Rudeln
    Ernährung
    Fortpflanzung
    Gamswild

    Geschlechterunterscheidung bei den Hasenartigen

    Geschlechterunterscheidung bei den Hasenartigen, Geschlechtsteile der Hasenartigen
    • Rammler: schlauchartige Rute
      • Hoden sind bei jungen Rammlern von außen nicht sichtbar
    • Häsin: schlitzförmiger Spalt

    Geschleif

    Tiefe Rinnen, die beim Ein- und Ausfahren des Dachses aus dem Bau entstehen.

    Dachs
    Geschleif

    Gans

    Weibliche Gans

    Gänse
    Gans

    GEE

    GEE, Günstigste Einschussentfernung, Günstigste Einschieß-Entfernung

    Die günstigste Einschussentfernung (GEE) ist der Punkt, an dem die Flugbahn des Geschosses zum zweiten Mal die Visierlinie schneidet, wenn auf 100 m ein Hochschuss von 4 cm besteht.

    Beispiel: Wenn die GEE einer Patrone bei 180 m liegt, wird sie auf dem Schießstand auf eine Scheibe in 100 m Entfernung mit einem Hochschuss von 4 cm eingeschossen. Jagdlich ist das Abweichen des Treffpunkts um 4 cm bei einem Kammerschuss nicht relevant. So kann Wild auf kurze und weitere Distanzen bejagt werden.

    Schusstafel
    Günstigste Einschussentfernung (GEE)

    Gewölle

    Gewölle, Scheimsel

    Gewölle sind ausgewürgte unverdauliche Reste (z.B. Knochen, Haare, Federn, Schuppen) der Atzung von Greifvögeln und anderen Vögeln (z.B. Störche, Kormorane, Möwen). Ursächlich ist die relativ milde Magensäure, die viele Teile nicht zersetzen kann. Umfang und Zusammensetzung des Gewölles dienen als Pirschzeichen und lassen Rückschlüsse auf die Vogelart zu.

    Einführung zu den Vögeln
    Gewölle

    Gratgams

    Gams mit Einstand über der Baumgrenze

    Gefährdungsbereich

    Gefährdungsbereich, Gefahrenbereich

    Der Gefahrenbereich entspricht der höchsten Reichweite von Geschossen aus Schusswaffen. Die höchste Reichweite wird bei einem Schusswinkel von etwa 30 Grad erreicht. Bei Schroten muss neben der Reichweite auch die Streuung bedacht werden, die den Gefährdungsbereich erhöht. Die Breite der Schrotgarbe entspricht etwa 1/6 der Schussentfernung.

    MunitionHöchstschussweite
    JagdbüchsenpatronenBis zu 5.000 m

    Pistolen- und Revolverpatronen

    Bis zu 2.000 m
    Schonzeitpatronen1.500 m
    Flintenlaufgeschosse1.500 m
    4 mm Schrotpatronen400 m
    3 mm Schrotpatronen300 m
    2 mm Schrotpatronen200 m

    Ballistik
    Gefährdungsbereich