Das Jagdlexikon

1541 Begriffe aus der Jagd
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Geschmeiß

Kot bei Greifvögeln, Reihern, Möwen und Kormoranen. Erhält seine Bezeichnung durch die dünfflüssige Konsistenz des Kots dieser Vogelarten.
Einführung zu den Vögeln
Einführung zu den Vögeln Ernährung Geschmeiß

Weitere Begriffe:

Geltier

Ein Geltier ist ein nicht mehr geschlechtsreifes Alttier bei Rotwild oder Damwild.

Gesichtsfeld

Gesichtsfeld, Sehfeld
Die Breite des sichtbaren Raumes beim Blick durch ein optisches System auf eine definierte Entfernung. Je größer die Vergrößerung desto kleiner sind Sehfeld und Übersicht. Die Angabe erfolgt bei Zielfernrohren auf 100m Entfernung und bei Ferngläsern und Spektren auf 1000m Entfernung.
Einführung zur Optik
Einführung zur Optik Vergrößerung Sehfeld

Gamsbart

Langes Rückenhaar in der Winterdecke des Gamsbockes, das eine beliebte Trophäe ist.

Gamswild
Gamswild Aussehen Gamsbart

Geradezugsystem

Geradezugsystem, Geradezugverschluss, Geradezugschloss

System aus längsbeweglichem Verschluss mit integriertem Schloss. Ermöglicht schnelles Repetieren. Häufig in Kombination mit einem Handspannsystem.

Schloss
Schloss Geradezugsysteme

Grandeln

Grandeln, Haken

Grandeln sind rudimentäre Eckzähne im Oberkiefer von Rotwild und Sikawild. Sehr selten kommen sie auch beim Rehwild und Damwild vor. Sie sind eine beliebte Trophäe und werden teilweises zu Schmuck verarbeitet.

Einführung zum Schalenwild
Einführung zum Schalenwild Wiederkäuer Grandeln

Großer Wiesenknopf

Grifftöter

Grifftöter erlegen ihre Beute mit den Fängen. Hierzu sind die Waffen lang genug genug, um bis zu den lebenswichtigen Organen durchzudringen und sie zu durchstoßen. Alle Habichtartigen (z.B. Bussarde, Adler und Habichte) sind Grifftöter.

Einführung zu den Greifvögeln
Einführung zu den Greifvögeln Aussehen Grifftöter

Großes Jägerrecht

Das Jägerrecht ist ein Naturlohn für den Erleger, wenn dieser das Wild selbst aufbricht. Zum großen Jägerrecht gehört zusätzlich zum kleinen Jägerrecht der Hals bis zur dritten Rippe.

Jagdliches Brauchtum
Jagdliches Brauchtum Grundlagen Großes Jägerrecht

Grummet

Durch Trocknen haltbar gemachtes Heu aus dem zweiten Schnitt der Wiesen.

Geflügelpest

Geflügelpest, Vogelgrippe

Die Geflügelpest oder auch Vogelgrippe ist eine virale Infektionskrankheit von Vögeln. Aufgrund des hohen Potenzials für Tierseuchen besteht Anzeigepflicht. Eine Übertragung auf den Menschen ist bei intensivem Kontakt mit infizierten Vögeln möglich. Das Krankheitsbild zeichnet sich durch Atmungsstörungen und neurologische Auffälligen aus.

Viruskrankheiten
Viruskrankheiten Geflügelpest

Gleitstoßgreifer

Greifvögel, die als Segler ihre Beute im kreisenden Suchflug auffinden. Sie haben breite, lange Segelschwingen und einen kurzen Stoß. Die Beute wird am Boden geschlagen. Hierzu gehören Adler, Bussarde, Weihen und Milane.
Einführung zu den Greifvögeln
Einführung zu den Greifvögeln Lebensraum und Lebensweise Gleitstoßgreifer

Gezogene Läufe

Gezogene Läufe, Büchsenläufe
Lauf mit gezogenem Innenprofil aus Zügen und Feldern zum Verschießen von Einzelgeschossen. Das Geschoss bekommt durch diese Bauweise einen Drall, der die Flugbahn stabilisiert. Wird zur Bejagung von Raub-, Schalen- und Großwild eingesetzt.
Lauf
Lauf Büchsenläufe

Gesäuge

Das Gesäuge sind die Milchdrüsen (Euter) von weiblichem Wild.

Geschossknall

Entsteht beim Durchbrechen der Schallgeschwindigkeit durch das Geschoss. Aufgrund der zeitlichen Nähe ist er nicht vom Mündungsknall zu unterscheiden.
Ballistik
Ballistik Mündungsballistik Geschossknall

Gamswild

Gamswild, Gämse
KategorieBeschreibung
Zuordnung
Bezeichnung
Gewicht
  • ♂ 30 – 60 kg
Aussehen
  • Sommer: rotbraun
  • Winter: dunkelbraun bis schwarz
Gehörn
Lebensraum
  • Hochgebirge bis Bergwald
Lebensweise
  • gesellig in Rudeln
Ernährung
Fortpflanzung
Gamswild

Geschlechterunterscheidung bei den Hasenartigen

Geschlechterunterscheidung bei den Hasenartigen, Geschlechtsteile der Hasenartigen
  • Rammler: schlauchartige Rute
    • Hoden sind bei jungen Rammlern von außen nicht sichtbar
  • Häsin: schlitzförmiger Spalt

GEE

GEE, Günstigste Einschussentfernung, Günstigste Einschieß-Entfernung
Entfernung von der Waffe zur zweiten Kreuzung von Flugbahn und Visierlinie bei einem maximalen Hochschuss von 4cm
Ballistik
Ballistik Außenballistik Günstigste Einschieß-Entfernung

Gewölle

Gewölle, Scheimsel

Gewölle sind ausgewürgte unverdauliche Reste (z.B. Knochen, Haare, Federn, Schuppen) der Atzung von Greifvögeln und anderen Vögeln (z.B. Störche, Kormorane, Möwen ...). Ursächlich ist die relativ milde Magensäure, die viele Teile nicht zersetzen kann. Umfang und Zusammensetzung des Gewölles dienen als Pirschzeichen und lassen Rückschlüsse auf die Vogelart zu.

Einführung zu den Vögeln
Einführung zu den Vögeln Ernährung Gewölle

Gratgams

Gams mit Einstand über der Baumgrenze

Gefährdungsbereich

Gefährdungsbereich, Gefahrenbereich

Der Gefahrenbereich entspricht der höchsten Reichweite von Geschossen aus Schusswaffen. Die höchste Reichweite wird bei einem Schusswinkel von etwa 30 Grad erreicht. Bei Schroten muss neben der Reichweite auch die Streuung bedacht werden, die den Gefährdungsbereich erhöht. Die Breite der Schrotgarbe entspricht etwa 1/6 der Schussentfernung.

MunitionHöchstschussweite
JagdbüchsenpatronenBis zu 5.000 m

Pistolen- und Revolverpatronen

Bis zu 2.000 m
Schonzeitpatronen1.500 m
Flintenlaufgeschosse1.500 m
4 mm Schrotpatronen400 m
3 mm Schrotpatronen300 m
2 mm Schrotpatronen200 m

Ballistik
Ballistik Gefährdungsbereich

Geräusch

Brustorgane (Herz und Lunge), sowie angrenzende Organe (Leber, Niere, Milz). Entspricht dem Kleinen Jägerrecht.

Einführung zum Schalenwild
Einführung zum Schalenwild Körperbau Geräusch

Grünland

Landwirtschaftlich genutzte Flächen zur Produktion von Futtermittel auf der häufig kein Ackerbau möglich ist. Diese kann als Weide zur Nutzung durch Abweiden oder als Wiese zur Produktion von Heu und Silage verwendet werden. Als Anbaupflanzen werden Gräser und Kräuter verwendet.

Grünland

Großwild

Frei lebende Säugetiere, die nicht zum Kleinwild (Federwild und Hasentiere) gehören. Begriff aus der Wildbretvermarktung.

Wildbretvermarktung
Wildbretvermarktung Grundlagen Großwild

Graugans

Ansprechen: grau mit weißer Bänderung, fleischfarbener Schnabel, rosa Ständer

Gänse
Gänse Feldgänse Graugans

Gescheide

Organe der Bauchhöhle. Setzt sich zusammen aus dem Kleinen Gescheide (Weiddarm, Blase, innere Geschlechtsorgane) und Großem Gescheide (Pansen).

Einführung zum Schalenwild
Einführung zum Schalenwild Körperbau Gescheide

Geläuf

Aufeinander folgende Abdrücke von Federwild (gehört zu den Pirschzeichen).

Grünlandpflege

Die Pflege von Grünland beinhaltet das Walzen, Abschleppen, Häckseln und Mähen. Walzen verbessert nach dem Winterfrost die Wasserführung des Bodens und regt zur Bestockung von Gräsern an. Das Abschleppen gleicht Bodenunebenheiten wie Maulwurfshügel aus, um Verschmutzungen bei der Silage zu vermeiden. Das Häckseln dient dem Zerkleinern von Silage und das Mähen der Eindämmung unerwünschter Pflanzenarten.

Grünland
Grünland Grundlagen Grünlandpflege

Geschossenergie (E)

Die Geschossenergie gehört zu den ballistischen Daten, welche maßgeblich die Wirkung im Ziel beeinflusst. Deshalb wird sie auf der Schusstafel angegeben. Sie wird mit „E“ abgekürzt und in Joule (J) angegeben. Je nach Entfernung von der Laufmündung wird sie als E0, E100 oder E200 angegeben. Die E100 – also die Energie des Geschosses 100 m nach Verlassen des Laufs – ist die Grundlage für die Mindestanforderung an Kaliber zur Bejagung von Schalenwild (Siehe: Mindestkaliber).

Schusstafel
Schusstafel Geschossenergie (E)

Gemeine Traubenkirsche

Gemeine Traubenkirsche, Gewöhnliche Traubenkirsche
Sträucher
Sträucher Straucharten Gemeine Traubenkirsche

Genickfang

Der Genickfang dient dem Abnicken von Wild mit der kalten Waffe, wenn ein Fangschuss nicht anzutragen ist. Aufgrund der technisch schwierigen Anwendung ist er aus Tierschutzgründen abzulehnen. Zur Durchführung wird das Hinterhauptloch zur Durchtrennung des Rückenmarks durchstoßen.

Vor und nach dem Schuss
Vor und nach dem Schuss Abfangen von Wild Genickfang