Das Jagdlexikon

2152 Begriffe aus der Jagd
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Gehorsam

Appell

Der Gehorsam ist bei der Jagdhundeausbildung die Bereitschaft des Hundes, sich dem Kommando des Führers zu unterwerfen. In der Brauchbarkeitsprüfung wird dieser in folgenden Disziplinen geprüft:

  1. Grundgehorsam/Appell
  2. Schussfestigkeit
  3. Leinenführigkeit

Weitere Begriffe:

Gewehrschaft

Langwaffenschaft, Schaft

Der Schaft ist wichtig für die Handhabung einer Waffe und überträgt den Rückstoß des Schusses auf den Schützen. Außerdem ist er eine technische Notwendigkeit, da in ihm Verschluss- und Schlosssysteme verbaut sind. Er lässt sich grob unterteilen in Vorder- und Hinterschaft. Der Hinterschaft befindet sich hinter dem Abzug. An ihm lassen sich verschiedene Schaftmaße bestimmen, die entscheidend für einen flüssigen Anschlag sind.

Gewölle

Scheimsel

Gewölle sind ausgewürgte unverdauliche Reste (z.B. Knochen, Haare, Federn, Schuppen) der Atzung von Greifvögeln und anderen Vögeln (z.B. Störche, Kormorane, Möwen). Ursächlich ist die relativ milde Magensäure, die viele Teile nicht zersetzen kann. Umfang und Zusammensetzung des Gewölles dienen als Pirschzeichen und lassen Rückschlüsse auf die Vogelart zu.

Geheck

Fuchsgeheck

Jungtiere des Raubwildes (z. B. Fuchs oder Marder)

Gabel

Eine Gabel ist eine Geweihstange mit einer 2-endigen Gabelung an der Spitze.

Geäftert

Hinter dem Fährtenbruch (entgegen der Fluchtrichtung) wird der Bruch mit einem kleinen Querbruch geäftert. So kann die Fluchtrichtung und das Geschlecht eindeutig nachvollzogen werden. Bei unklarer Fluchtrichtung wird der Bruch mit zwei Querbrüchen doppelt geäftert.

Genickfang

Der Genickfang dient dem Abnicken von Wild mit der kalten Waffe, wenn ein Fangschuss nicht anzutragen ist. Aufgrund der technisch schwierigen Anwendung ist er aus Tierschutzgründen abzulehnen. Zur Durchführung wird das Hinterhauptloch zur Durchtrennung des Rückenmarks durchstoßen.

Gelege

Gelege sind die Eier oder auch das Nest mit den Eiern bei Federwild.

Geflügelt

Als geflügelt bezeichnet man Federwild, das aufgrund eines Treffers der Schwingen trudelnd herab fällt. Es gilt als ein Schusszeichen beim Schrotschuss.

Gewöhnliche Traubenkirsche

Gemeine Traubenkirsche

Geräusch

Brustorgane (Herz und Lunge), sowie angrenzende Organe (Leber, Niere, Milz). Entspricht dem Kleinen Jägerrecht.

Griffon

Französischer Rauhaariger Vorstehhund, Gr

Mittelgroßer, rauhaariger Vorstehhund.

Der Griffon wurde in Deutschland gezüchtet, ist nach der FCI (Federation Cynologique Internationale) jedoch ein französischer Vorstehhund. In den offiziellen Prüfungsfragen der Bundesländer wird er trotzdem als Deutscher Vorstehhund gewertet.

Grabmilben

Räudemilben

Grabmilben sind die Verursacher der Räude. Sie graben Gänge unter der Haut und zerstören diese. Das Wildbrett ist genussuntauglich. Für den Menschen besteht Ansteckungsgefahr.

Geschossenergie (E)

Auftreffenergie

Die Geschossenergie gehört zu den ballistischen Daten, welche maßgeblich die Wirkung im Ziel beeinflusst. Deshalb wird sie auf der Schusstafel angegeben.

Sie wird mit „E“ abgekürzt und in Joule (J) angegeben. Je nach Entfernung von der Laufmündung wird sie als E0, E100 oder E200 angegeben.

Die E100 – also die Energie des Geschosses 100 m nach Verlassen des Laufs – ist die Grundlage für die Mindestanforderung an Kaliber zur Bejagung von Schalenwild (Siehe: Mindestkaliber).

Die Auftreffenergie (Geschossenergie beim Auftreffen) ist abhängig von Masse und Geschwindigkeit des Geschosses

Gesperre

Fasanengesperre

Gesperre ist die Gesamtheit der Jungvögel einer Brut bei Wildhühnern.

Geläuf

Aufeinander folgende Abdrücke von Federwild (gehört zu den Pirschzeichen).

Gamswild

Gämse
KategorieBeschreibung
Zuordnung
Bezeichnung
  • ♂: Bock
  • ♀: Geiß
Gewicht
  • ♂ 30 – 60 kg
Aussehen
  • Sommer: rotbraun
  • Winter: dunkelbraun bis schwarz
Gehörn
Lebensraum
  • Hochgebirge bis Bergwald
Lebensweise
  • Gesellig in Rudeln
Ernährung
Fortpflanzung
Praxistipps

Gebiss der Hasenartigen

Gestüber

Die Ausscheidungen (Harn und Kot) des zum Niederwild gehörenden Federwildes (Hühnervögel, Entenvögel, Tauben) werden als Gestüber bezeichnet. Nur bei den Greifvögeln wird es Geschmeiß genannt.

geladen

Eine Waffe ist geladen, wenn sich Munition im Patronenlager (und im Magazin) befindet. Im Gegensatz dazu kann eine Waffe auch „unterladen“ sein.

Gartenrotschwanz

♂ Gartenrotschwanz

Gewöhnliche Küchenschelle

Gemeine Küchenschelle

Großes Jägerrecht

Das Jägerrecht ist ein Naturlohn für den Erleger, wenn dieser das Wild selbst aufbricht. Zum großen Jägerrecht gehört zusätzlich zum kleinen Jägerrecht der Hals bis zur dritten Rippe.

Großwild

Frei lebende Säugetiere, die nicht zum Kleinwild (Federwild und Hasentiere) gehören. Begriff aus der Wildbretvermarktung.

Gesellschaftsjagden

Bei Gesellschaftsjagden jagen mehrere Jäger gezielt gemeinsam und werden Treiber unterstützt. Die Anzahl der Jäger ist abhängig vom Bundesland unterschiedlich definiert.

Gesellschaftsjagden lassen sich grob in Treibjagden und Drückjagden unterteilen.

Gehörn

Das Gehörn ist der aus Horn gebildete Kopfschmuck bei den Hornträgern (Boviden). Meist haben beide Geschlechter ein Gehörn. Es wächst dauerhaft aus knöchernen Stirnzapfen und wird nicht abgeworfen. Anhand der Jahresringe ist eine relativ genaue Altersbestimmung möglich.

Geschlechtsteile des Feldhasen

Geschosse

Geschosse nach Waffengesetz

Geschosse nach dem Waffengesetz sind für Waffen oder für Schusswaffen bestimmte feste Körper („normales Geschoss“) oder gasförmige, flüssige oder feste Stoffe in Umhüllungen.

Gebrech

Ober- und Unterkiefer bei Schwarzwild

Geweih

Das Geweih ist der aus Knochensubstanz gebildete Kopfschmuck männlicher Hirsche bei den Geweihträgern. Es wird jährlich für die Brunft als Kampf- und Imponierwaffe neu gebildet und im Anschluss abgeworfen.

Geltier

Ein Geltier ist ein nicht mehr geschlechtsreifes Alttier bei Rotwild oder Damwild.

Großer Abendsegler

Der Große Abendsegler ist eine besonders große Fledermausart mit einer Spannweite der Flügel von bis zu 40 cm. Abendsegler haben ein kurzes, braunes Fell.

Gebirgsstelze

♂ Gebirgsstelze

Gebräuchliche Schrotstärken

  • Die Schrotstärke ist der Durchmesser der einzelnen Schrotkörner.
  • Je größer das Kaliber, desto mehr einzelne Schrote sind in einer Ladung.
  • Je länger die Hülse, desto mehr einzelne Schrote sind in einer Ladung.
Schrotkorndurchmesser (mm)2,53,03,54,0
∅ SchrotzahlKal. 12/7039022514295
Kal. 16/7033519512282
Größenbezeichnung7531

    Grobes Schwein

    Hauptschwein, Grober Keiler

    Ab 7 Jahren wird Schwarzwild jagdlich auch als grobes Schwein oder Hauptschwein bezeichnet.

    Geschlechterunterscheidung bei den Hasenartigen

    Geschlechtsteile der Hasenartigen
    • Rammler: schlauchartige Rute
      • Hoden sind bei jungen Rammlern von außen nicht sichtbar
    • Häsin: schlitzförmiger Spalt

    Grifftöter

    Grifftöter erlegen ihre Beute mit den Fängen. Hierzu sind die Waffen lang genug, um bis zu den lebenswichtigen Organen durchzudringen und sie zu durchstoßen. Alle Habichtartigen (z.B. Bussarde, Adler und Habichte) sind Grifftöter.

    Getreideschlag

    Bereich der Feldflur, der mit Getreide bewachsen ist.

    Gehöre

    Ohren des Haarraubwildes

    Geflügelpest

    Vogelgrippe

    Die Geflügelpest oder auch Vogelgrippe ist eine virale Infektionskrankheit von Vögeln. Aufgrund des hohen Potenzials für Tierseuchen besteht Anzeigepflicht. Eine Übertragung auf den Menschen ist bei intensivem Kontakt mit infizierten Vögeln möglich. Das Krankheitsbild zeichnet sich durch Atmungsstörungen und neurologische Auffälligen aus.

    Geweihträger

    Cervide

    Die Geweihträger oder auch Cerviden sind eine zoologische Einteilung der Paarhufer. Hierzu gehören: Rotwild, Sikawild, Damwild, Elchwild und Rehwild. Sie haben keine Gallenblase.

    Alles, was seine Gallenblase abgeworfen hat, wirft auch sein Geweih ab.

    Gamsbart

    Langes Rückenhaar in der Winterdecke des Gamsbockes, das eine beliebte Trophäe ist.