Das Jagdlexikon

2152 Begriffe aus der Jagd
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Kreuzotter

Der Kreuzotter ist eine giftige Schlange mit typischer Zickzackmusterung auf dem Rücken.

Merkmale
  • Zickzackmusterung auf dem Rücken
  • X-Zeichen am Hinterkopf
Ernährung
  • Mäuse
  • Eidechsen
  • Frösche
Lebensraum
Fortpflanzung
  • Lebend gebärend
Besonderheit
  • Giftig (nicht tödlich)

Weitere Begriffe:

Kartuschenmunition

Hülsen mit Ladungen, die kein Geschoss enthalten.

Körperteile des Feldhasen

Kurzwaffenpatronen

Patronen für Pistolen oder Revolver. Pistolenpatronen haben keinen Rand und eine Rille. Revolverpatronen haben einen Rand.

Kupferstecher

Der Kupferstecher gehört zu den Borkenkäfern. Sein Frassbild hat sternförmige Gänge. Als Baumart befällt er Kiefern.

Kleines Jägerrecht

Jägerrecht

Das Jägerrecht ist ein Naturlohn für den Erleger, wenn dieser das Wild selbst aufbricht. Zum Kleinen Jägerrecht gehören die genießbaren Organe Lecker, Herz, Lunge, Leber, Niere und Milz (und das stumpf heraus lösbare Feist). Das entspricht dem Geräusch.

Zum großen Jägerrecht gehört zusätzlich der Hals bis zur dritten Rippe.

Knäkente

Kette

Volk

Eine Kette oder auch Volk ist ein Familienverband der Rebhühner und setzt sich aus Rebhahn und Rebhenne mit dem Gesperre zusammen. Im Winter (ab November/Dezember) schließen sich mehrere Ketten zu einer Schar als Notgemeinschaft zusammen.

Kartoffeln

  • Hackfruchtart
  • Merkmale: Wurzelknollen und weiße Blüte
  • Äsung: Knollen (ab Herbst)
  • Besonderheiten: geringe Ansprüche
  • Verwendung: Speise- und Futterkartoffel, Winterfütterung

Kälberfang

Der Kälberfang dient dem Abnicken von Wild mit der kalten Waffe, wenn ein Fangschuss nicht anzutragen ist. Hierzu wird die Klinge von vorne durch den Stich ins Herz gestoßen. Die Durchführung ist schwierig und sollte nur angewendet werden, wenn ein Blattfang nicht möglich ist.

Körnerleguminosen

Hülsenfrüchte

Körnerleguminosen oder Hülsenfrüchte sind landwirtschaftlich genutzte Eiweißpflanzen, welche in Deutschland jedoch kaum angebaut werden. Hierzu gehören Ackerbohnen, Erbsen, Lupinen und Wicken. Als Gründüngung können sie den Boden wie auch die Kleearten mit Stickstoff anreichern.

Knochenkamm

Sagitalkamm, Kamm

Den Knochenkamm auf dem Schädel findet man beim Dachs. Insbesondere bei alten Dachsrüden ist dieser ausgesprochen ausgeprägt.

Kreuzlähme

Schleuderkrankheit

Die Kreuzlähme ist eine vom Rückenmark ausgehende Schwäche der Hinterwand von Rotwild und Muffelwild. Sie kann bis zur vollständigen Lähmung fortschreiten. Die Ursachen sind nicht endgültig klar. Eine infektiöse Genese wird diskutiert. Erkrankte Stücke sollten zum Abschuss freigegeben werden.

Kimme

Vorrichtung am hinteren Teil des Laufs, der Zusammen mit dem Korn dem Zielen dient. Beim Anvisieren werden Kimme, Korn und Ziel in eine Sichtachse gebracht.

Kahlschlag

Vollständige Abholzung im Altersklassenwald als Nutzungsform in der Waldwirtschaft.

Kippblockverschluss

Verschlusssystem bei Kipplaufwaffen. Das Patronenlager wird durch einen Verschlussblock verriegelt.

Kleinkaliber

Kleinkaliberpatronen

Als Kleinkaliber werden meist Patronen im Kaliber .22 (5,6 mm) und die zugehörigen Kleinkaliberwaffen bezeichnet, obwohl es keine einheitliche oder gesetzliche Definition gibt. Häufig haben die Patronen eine Randfeuerzündung. Aufgrund des günstigen Preises und des geringen Rückschlags werden sie gerne beim Sportschießen verwendet.

Typische Beispiele für Kleinkaliberpatronen sind:

  • .22 lfB
  • .22 Hornet
  • .17 HMR

Kümmern

Abgekommen

Kränkelndes oder sich schlecht entwickelndes Wild

Kugelschlag

Der Kugelschlag ist das Geräusch beim Auftreffen der Kugel auf dem Wild, das Rückschlüsse zur Treffpunktlage ermöglicht. Bei Distanzschüssen und von der Seite ist der Kugelschlag besser zu hören.

Knautscher

Ein Knautscher ist ein Jagdhund, der durch zu starkes Quetschen das Wild beim Apportieren entwertet.

Kurzwildbret

Das Kurzwildbret sind die äußeren männlichen Geschlechtsteile bei Schalenwild und Jagdhunden. Hierzu gehören die Brunfkugeln (mit Hodensack) und die Brunftrute.

Die Verletzung des Kurzwildbrets (bzw. der Brunftkugeln) kann beim Rehbock durch einen Hormonmangel zur Ausbildung eines Perückengehörns führen.

Kugelriss

Der Kugelriss ist der Bereich, an dem das Geschoss in den Boden geschlagen ist. Um den Kugelriss zu finden, müssen der Ort des Anschusses und der Standort des Schützen bekannt sein. Das Fehlen eines Kugelrisses ist kein Beweis für das Verfehlen des Stücks. Der Kugelriss wird auf Haare, Deckenfetzen, Wildbret und Organanteile als Pirschzeichen untersucht.

Klatschmohn

Kaliberverändernde Einrichtungen

Kaliberverändernde Einrichtungen sollen den Einsatzbereich einer Waffe erweitern. Hierzu kann nur der Lauf oder auch ein größeres System ausgetauscht werden. Eine weitere Möglichkeit ist es einen Lauf kleineren Kalibers in den vorhandenen Lauf einzuschieben. Außerdem gibt es Reduziersysteme die auf Ebene der Munition die Verwendung kleinerer Kaliber und anderer Patronen ermöglichen.

Kraftfutter

Kraftfutter ist eine Futterart für Fütterung mit einem sehr hohen Nährstoffgehalt. Es besteht aus Getreide, Eicheln, getrockneten Zuckerrüben oder Kastanien. Bei der Verwendung für Wildwiederkäuer sollte aufgepasst werden, da es durch eine Ansäuerung des Pansen zum Verenden des Wildes führen kann.

Krähenfüße

Krähenfüße sind Schussschneisen, die in verschiedene Richtungen von einem Ansitz weggehen.

Klauensäckchen

Zwischenzehendrüsen

Die Klauensäckchen oder auch Zwischenzehendrüsen sind Duftdrüsen des Rehwildes, die zwischen den Schalen liegen und die Spur der Fährte hinterlassen.

Konzentratselektierer

Selektierer

Selektierer oder auch Konzentratselektierer sind ein Äsungstyp der Wiederkäuer.

Selektierer
Äsung
  • Leicht verdaulich
  • Energiereiche
  • Faserarm
  • Beispiele: Kräuter, Blüten, Blätter, Früchte, Triebe
Verdauung
  • Kleiner Pansen
  • Schnelle Verdauung
Äsungszyklen
  • Viele Fressperioden (bis 12 pro Tag)
Wildart

Kulturfolger

Anpassungsfähige Tierarten für die unsere Kulturlandschaft ein geeignetes Biotop darstellt.

Kammerschuss

Blattschuss

Angestrebter Schuss bei breit stehendem Wild. Trefferlage vor dem Zwerchfell mit Verletzung von Herz und/oder Lunge.

Korn

Balkenkorn, Dachkorn, Perlkorn, Ringkorn

Erhebung im Bereich der Laufmündung, die dem Zielen dient. Beim Anvisieren werden Kimme, Korn und Ziel in eine Sichtachse gebracht.

Kirrung

Eine Kirrung ist ein Ort, an dem geringe Mengen artgerechten Futters ausgebracht werden, um Wild anzulocken und zu bejagen. Bei Schwarzwild ist eine gewisse Anzahl an Kirrungen ohne Erlaubnis zulässig.

  • Häufig in Kombination mit der Ansitzjagd
  • Anlage an wenigen gut bejagbaren Plätzen

Bejagtes Wild

Praxistipps

  • Entfernung zum Ansitz ca. 50 m
  • Mehrere kleine Stellen, die quer zum Hochsitz verlaufen
  • Heller Untergrund/Hintergrund, um das Wild bei Dunkelheit zu erkennen.

Kirrung Schwarzwild

Keule

Schlegel

Hinterschenkel von Haarwild

Knaulgras

  • Aussehen:
    • Rispe mit 1 Ast pro Ansatz.
    • Ähren wie „Knäule“ an der Spitze.

Keiler

Ausgewachsenes männliches Stück Schwarzwild.

Klauen

Krallen

Zehennägel bei Raubwild und Greifvögeln.

Kastenfalle

Eine Kastenfalle ist eine Lebendfangfalle zur Fangjagd auf Raubwild. Ihre Vorteile sind günstige Anschaffungskosten, ein leichter Aufbau und eine einfache und sichere Handhabung.

Am Aufbau fallen ein oberes und unteres Kofferteil auf, die an der geschlossenen Seite mit einem Scharnier verbunden sind. Der Auslöser kann als Marke Eigenbau mit einer normalen Rattenfalle, Verbindungsschnur und Stellholz selbst gebaut werden oder wird durch raffiniertere Auslösesysteme direkt mit einem Wippbrett verbaut.

Klassischer Drilling

Drill, Standard-Drilling

Beim klassischen Drilling befinden sich zwei glatte Läufe über einem gezogenen Lauf.

Kalte Waffen

Blankwaffen, Blanke Waffen

Sammelbezeichnung für jagdlich genutzte Hieb- und Stoßwaffen, die ihre Energie aus Muskelkraft beziehen. Hierzu gehören z.B. Waidmesser und Waidbesteck.