Das Jagdlexikon

1541 Begriffe aus der Jagd
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Weitere Begriffe:

Seehund

Als Anpassung an die Fortbewegung im Wasser sind beim Seehund die Gliedmaßen zu Flossen umfunktioniert. Der Seehund ist hellgrau mit dunklen Flecken. Seehunde leben gesellig in Rudeln und ernähren sich von Fischen und Krebsen. Leider sind die Bestände an Nord- und Ostsee stark gefährdet.

Robben
Robben Seehund

Spulwürmer

Spulwürmer gehören als Innenparasiten zu den Rundwürmern. Sie befallen Lunge und Darm von Hunden. Vorbeugend sollten Wurmkuren durchgeführt werden. Eine Übertragung auf den Menschen ist möglich.
Innenparasiten
Innenparasiten Rundwürmer Spulwürmer

Sattelfleck

Sattelfleck, Schneefleck, Schabracke, Sattel

Seitlicher, weißer Flankenfleck bei einigen Muffelwiddern. Hiervon abzugrenzen ist der Muffelfleck, ein heller Fleck oberhalb des Windfanges beim Rehwild.

Muffelwild
Muffelwild Aussehen Sattelfleck

Sachkundenachweis

Sachkundenachweis, Sachkunde
Der Nachweis der Sachkunde als Voraussetzung für eine waffenrechtliche Erlaubnis dient der Gefahrenvorbeugung. Die Sachkunde ist an eine theoretische und praktische Prüfung geknüpft. Für Jäger gilt der Nachweis mit dem Ablegen der staatlich anerkannten Jägerprüfung als erbracht.
Voraussetzungen für waffenrechtliche Erlaubnisse
Voraussetzungen für waffenrechtliche Erlaubnisse Sachkunde

Strobe

Strobe, Seidenkiefer, Weymouthkiefer
Früchte
  • Zylindrische Zapfen
  • Bis zu 20 cm lang
Nadeln
  • Fünfnadelig
Standort
  • Parkbaum
  • Trockene Böden
  • Niedrige Standortansprüche
Besonderheiten
Bedeutung
Bäume
Bäume Nadelbäume Weymouthkiefer

Seelenachse

Die Seelenachse ist eine gedachte Linie in Längsrichtung durch die Mitte des Laufes. Die Seelenachse kann durch die Flugbahn eines Büchsengeschosses nicht geschnitten werden. Wenn Visierlinie und Seelenachse parallel verlaufen, kommt es zu einem Tiefschuss.

Ballistik
Ballistik Außenballistik Seelenachse

Sandbirke

Sandbirke, Birke, Weißbirke, Hängebirge, Gemeine Birke
Früchte
  • Fruchtkätzchen
  • Flugfähige Samen
Blätter
  • Dreieckig
  • Gesägt
Rinde
  • Jung → Braun
  • Älter → Typisch weiß-schwarz
Standort
  • Nahezu überall
  • Auch auf Moorböden
Besonderheiten
  • Sehr anspruchslos
Bedeutung
Bäume
Bäume Laubbäume Gemeine Birke

Sasse

Bodenvertiefung, an der ein Hase liegt oder gelegen hat.

Feldhase
Feldhase Lebensraum und Lebensweise Sasse/Lager

Sasse

Sasse, Lager

Bodenvertiefung an der ein Hase liegt oder gelegen hat.

Schwarzwild
Schwarzwild Praxistipps Lager

Schweißen

Blutendes Wild und Hund

Schwanzlurche

Schwanzlurche, Molchartige

Schwanzlurche sind einer Ordnung der Amphibien. Sie haben einen langen Schwanz, gleichartige Gliedmaßen und ernähren sich vorwiegend räuberisch (z.B. von Wasserflöhen). Zu ihnen gehören Feursalamander, Teichmolch und Bergmolch.

Amphibien
Amphibien Grundlagen Schwanzlurche

Schussfestigkeit

Jagdhund, der sich beim Schuss ruhig verhält.

Jagdhundeausbildung
Jagdhundeausbildung Ausbildungsphasen Schussfest

sich schieben

sich schieben, sich stecken

Schwarzwild, das sich in den Einstand begibt.

Schwarzwild
Schwarzwild Praxistipps Sich schieben

Schaftlänge

Die Schaftlänge reicht vom vorderen Abzug zum Ende der Schaftkappe.

Schaft
Schaft Schaftmaße Schaftlänge

Staatlicher Beschuss

Staatlicher Beschuss, Beschussgesetz
Feuerwaffen müssen vor ihrer Verwendung amtlich beschossen werden. Die Vorgaben hierzu werden im Beschussgesetz geregelt und wird durch staatlichen Beschussämter der Länder umgesetzt. Neben Feuerwaffen gilt die Beschusspflicht auch für Einsteck- und Austauschläufe sowie für Munition. Geprüft wird die Einhaltung von Maßen, die Sicherheit, Haltbarkeit und die ordnungsgemäße Kennzeichnung der Waffen.
Beschusszeichen

Stecher

Der Schnabel der Waldschnepfe wird als Stecher bezeichnet. Die Spitze kann wie eine Pinzette verwendet werden und hilft dabei Würmer durch Stochern im Waldboden aufzuspüren.

Schar

Bei Federwild sind eine Schar mehrere Flüge von Federwild. Bei Rebhühnern ist eine Schar ein Zusammenschluss mehrerer Ketten im Winter.

Rebhuhn
Rebhuhn Lebensraum und Lebensweise Schar

Stingel

Hals des Auerwildes

Streuobstwiesen

Streuobstwiesen sind eine traditionelle Form des Obstbaus mit hochstämmigen Obstbäumen. Durch die lockere Anordnung der Bäume können sie auch als Grünland zur Heugewinnung oder als Viehweide genutzt werden. Es sind ökologisch sehr wertvolle Lebensräume für seltene Tierarten.

Grünland
Grünland Grundlagen Streuobstwiesen

Spinne

Die Spinne ist das Gesäuge bei weiblichem Rehwild und allen Hirschartigen.

Rehwild
Rehwild Praxistipps Spinne

Satz

Alle gleichzeitig gesetzten Jungen bei Hase und Kaninchen

Feldhase
Feldhase Fortpflanzung Satz

Sichern

Anspannen der Sinne von Wild

Pirsch
Pirsch Waidmannssprache Sichern

Stöberjagd

Stöberjagden sind Bewegungsjagden bei denen das Wild vor allem durch Jagdhunde hochgemacht wird. Hierzu werden kurzläufige, spurlaute Hunderassen verwendet, um das Wild nicht in Panik zu versetzten.

Suchjagd
Suchjagd Stöberjagd

Schränkung

Die Schränkung ist ein Schaftmaß, das die seitliche Abweichung des Schaftes von der Längsachse (Verlängerung der Visierlinie) beschreibt. Ein Rechtshänder benötigt eine Schränkung nach rechts, ein Linkshänder nach links.

Schaft
Schaft Schaftmaße Schränkung

Schmalspießer

Der Schmalspießer ist ein männliches Stück Rotwild im 2. Lebensjahr. Im 2. Lebensjahr wird das erste Geweih geschoben. Es ist also vom 1. Kopf.

Schütte

Schütte, Fasanenschütte, Rebhuhnschütte

Futterstelle für Fasanen und Rebhühner. Wichtig ist das bei der Wahl des Orts eine gute Rundumsicht bedacht wird, damit sich die Feldhühner vor Raubwild frühzeitig in Sicherheit bringen können. Für Fasanen sollten Schütten eher in guter Deckung und für Rebhühner lieber im freien Feld angelegt werden.

Fütterung
Fütterung Wildarten Schütte

Suchjagd

Meist Einzeljagden bei denen Wild durch brauchbare Jagdhunde gesucht und hochgemacht wird. Hierzu gehören die Feldsuche mit Vorstehhunden und das Buschieren. Auch Stöberjagden gehören zu den Suchjagden, werden jedoch häufig in größeren Gesellschaften ausgeübt.
Suchjagd

Schlagstücksicherung

Bei der Schlagstücksicherung wird das Schlagstück blockiert. Theoretisch bietet diese Bauweise aufgrund der Nähe zum Schlagbolzen eine hohe Sicherheit. Leider ist die Konstruktion kompliziert und störanfällig, sodass diese Sicherung kaum verwendet wird.

Sicherungen
Sicherungen Indirekte Sicherungen Schlagstücksicherung

Sekundäre Schäden

Sekundäre Schäden sind ein Teil der Zielballistik und beschreiben die Nervenlähmung, welche durch Schrotgeschosse verursacht wird und zum sofortigen Schocktod führt. Etwa 1mm unter der Haut liegt ein Nervensystem, welches durch die zahlreichen Schrotgeschosse reflexartig aktiviert wird und zur Nervenlähmung führt. Sekundäre Schäden sind abhängig von der Auftreffgeschwindigkeit und Energieabgabe der Schrote.

Ballistik
Ballistik Zielballistik Sekundäre Schäden

Schweißhalsung

Halsband, welches für die Schweißarbeit mit dem Schweißriemen verbunden wird. Die Schweißhalsung ist breit, damit sie nicht würgt und hat einen Wirbel.

Nachsuche
Nachsuche Jagdhundeausbildung Schweißhalsung

Sichtlaut

Jagdhund gibt Laut bei Anblick von verfolgtem Wild. Jagdlich sind vor allem spurlaute Hunde gewünscht.

Nachsuche
Nachsuche Veranlagung des Hundes Sichtlaut

Standhauer

Standhauer, Waidbesteck

Das Waidbesteck sind Waidmesser und Waidblatt zusammen in einer Ledertasche.

Kalte oder blanke Waffen
Kalte oder blanke Waffen Waffenarten Waidbesteck

Schattenbaumarten

Baumarten, die wenig Licht benötigen. Hierzu gehören zum Beispiel: Rotbuche, Tanne, Eibe.

Bäume
Bäume Grundlagen Schattenbaumarten

Schusswaffen gleichgestellte Gegenstände

Schusswaffen gleichgestellte Gegenstände, Gleichgestellte Gegenstände
Tragbare Gegenstände zum Abschießen von Munition oder von festen Körpern (z. B. Armbrüste).
Waffen nach Waffengesetz
Waffen nach Waffengesetz Schusswaffen Schusswaffen gleichgestellte Gegenstände

Schnalle

Schnalle, Nuss

Äußeres Geschlechtsteil bei weiblichem Raubwild und Hund.

Stinkmarder

Unterteilung der Marderfamilie. Zu den Stinkmardern gehören: Iltis, Großes Wiesel (Hermelin), Europäischer Nerz und Amerikanischer Nerz (Mink). Abzugrenzen hiervon sind die Echten Marder: Steinmarder, Baummarder, Dachs und Fischotter.

Steinmarder
Steinmarder Allgemeines Stinkmarder

Stangensicherung

Bei der Stangensicherung wird die Abzugsstange gesichert. Es ist eine eher unsichere Sicherung.

Sicherungen
Sicherungen Indirekte Sicherungen Stangensicherung

Stroh'sches Zeichen

Das Stroh'sche Zeichen ist eine knotige Verdickung aus Knorpel an der Elle des Junghasen, welche bis zum 7. Monat vorhanden ist. Sie ist am Vorderlauf oberhalb der Fußwurzel zu tasten.

Feldhase
Feldhase Praxistipps Stroh'sches Zeichen

Schusswaffen

Gegenstände bei denen Geschosse durch einen Lauf getrieben werden mit einer Zweckbindung z. B. an die Jagd oder die Verteidigung. Zu den Schusswaffen gehören die Feuerwaffen bei denen Verbrennung mit heißen Gasen die Treibkraft liefert. Eine Schusswaffe verliert ihre Eigenschaft mit dem unbrauchbar machen aller wesentlichen Teile.
Waffen nach Waffengesetz
Waffen nach Waffengesetz Schusswaffen Schusswaffen

Schwarzwildübungsgatter

In Schwarzwildübungsgatter wird Schwarzwild gehalten, um Jagdhunden in kontrollierten Bedingungen den Umgang mit Sauen beizubringen.

Nachsuche
Nachsuche Jagdhundeausbildung Schwarzwildübungsgatter

Schwedenklee

Schwedenklee, Bastardklee, Gebirgsklee
Ackerbau
Ackerbau Schmetterlingsblütler Schwedenklee

Schutzkategorien

Schutzkategorien, Schutzkategorien des Naturschutzes

Alle Tier- und Pflanzenarten, die nicht dem Jagd- oder Fischereirecht unterliegen, sind durch das Naturschutzrecht geschützt. Es wird zwischen allgemeinem, besonderem und strengem Schutz unterschieden. Der allgemeine Schutz betrifft nicht weiter erwähnte Arten wie Erdmaus oder Waschbären. Arten, die dem besonderen Schutz (z. B. Maulwurf und Eichhörnchen) unterliegen, sind in der Bundesartenschutzverordnung aufgelistet und solche mit strengem Schutz in der Verordnung besonders markiert (z. B. Wölfe und Biber).

Einführung zum Naturschutz
Einführung zum Naturschutz Artenschutz Schutzkategorien

Schafgarbe

Schutzgebiete

Die Ausweisung von Schutzgebieten durch den Staat ist eine wichtige Maßnahme zum Biotop- und Artenschutz. Beispiele sind Wildschutzgebiete, Naturschutz- und Vogelschutzgebiete.

Wildverluste
Wildverluste Schutzgebiete

Sonderkulturen

Sammelbegriff für hochwertige Handelsgewächs. Hierzu gehören Tabak, Hopfen, Wein und Spargel. Die Bewirtschafter sind selbst für die Wildschadensregulierung verantwortlich und können keine Ansprüche auf Schadensersatz erheben.
Ackerbau
Ackerbau Sonderkulturen

Schlüsselarten

Arten, die eine Voraussetzung für das Vorkommen anderer Arten bilden. Zum Beispiel wird vielen Höhlenbrütern durch den Specht erst ein Nistplatz bereitet.
Einführung zur Ökologie
Einführung zur Ökologie Grundlagen Schlüsselarten

Stinkdrüse

Analdrüse von Stinkmardern die bei Gefahr übel riechendes Sekret absondert und der Abwehr dient.
Iltis
Iltis Aussehen Stinkdrüse

Schrotschuss

Mit Schrot wird Niederwild bejagt. Die wirksame Entfernung des Schrotschusses liegt bei etwa 35 m. Anders als beim Büchsenschuss entsteht die tödliche Wirkung des Schrotschusses durch sekundäre Schäden (→ Nervenschock). Hierbei ist die Tötungskraft der Schrote von folgenden Parametern abhängig:

  1. Anzahl der Schrote
  2. Verteilung (Deckung)
  3. Geschwindigkeit und Energieabgabe
Schrotschuss und Schusszeichen
Schrotschuss und Schusszeichen Schrotschuss

Salmonellose

Bakterielle Infektion des Darmes die insbesondere Welpen und alte Hunde betrifft. Die Bakterien können durch ungekochte Fleischabfälle oder Kot von Artgenossen aufgenommen werden und führen zu Durchfall und Erbrechen bis hin zu Blutvergiftungen. Eine Übertragung auf den Menschen ist möglich.

Hundekrankheiten
Hundekrankheiten Infektionskrankheiten Salmonellose

Stuttgarter Hundeseuche

Stuttgarter Hundeseuche, Leptospirose

Die Leptospirose ist eine bakterielle Erkrankung von Hunden und Ratten, die durch verunreinigtes Wasser übertragen wird. Das Krankheitsbild geht mit einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes und aasartigen Geruch aus dem Fang des Hundes einher. Es besteht Ansteckungsgefahr für den Menschen.

Bakterielle Krankheiten
Bakterielle Krankheiten Leptospirose

System Anson & Deeley

System Anson & Deeley, Kastenschloss

Schlosssystem von Kipplaufwaffen bei dem die komplette Schlosskonstruktion im Verschlusskasten liegt, was eine kurze Bauweise ermöglicht.

Schloss
Schloss Kipplaufwaffen Kastenschloss

Schutzmanagement

In Baden-Württemberg werden Wildtiere in Nutzungsmanagement, Entwicklungsmanagement und Schutzmanagement unterteilt.

Zum Schutzmanagement gehören Arten, deren Bestände gefährdet sind. Sie dürfen nicht bejagt werden und die Jagdausübungsberechtigten sollen zur Hege und zum Monitoring beitragen.

Jagdrecht: Übersicht der Bundesländer
Jagdrecht: Übersicht der Bundesländer Jagbare Tiere (Wild) Schutzmanagement